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In seinem Element: Jiri Mares. Der 77-Jährige hat die Bigband vor 30 Jahren gegründet. Damals sei es die Einzige im Landkreis gewesen, so der Vollblut-Musiker.

Jubiläum

Jiri Mares und Band swingen seit 30 Jahren

Jiri Mares lebt für die Musik. Schon als Kind spielte er Klavier, Schlagzeug und Gitarre. Mit der Gründung der nach ihm benannten Bigband 1987 schuf der Musiker eine Neuheit im Landkreis Bruck.

Östlicher LandkreisBis 1992 gehörte die Bigband Jiri Mares zur Kreismusikschule Olching. Wegen einem Mangel an Schülern konnte die Finanzierung nicht mehr gewährleistet werden. „Deshalb wurden wir eine selbstständige Band“, erinnert sich Mares. Zu dieser Zeit, so der 77-Jährige, sei es die einzige Bigband im Landkreis gewesen. Zuerst habe man in Olching geprobt, dann in Emmering. „Heute treffen wir uns im Mehrzwecksaal am Wildmoos. Hier haben wir endlich genug Platz.“

Einmal pro Woche kommen die 20 Amateurmusiker aller Altersklassen zum Proben zusammen. Besetzt ist die Band mit fünf Saxofonen, vier Trompeten, vier Posaunen, einem Piano, einem Bass, einer Gitarre und einem Schlagzeug. „Eine typische Bigband-Besetzung“ nennt es Bernd Kriegl. Außerdem seien seit zwei Jahren auch drei Sängerinnen fest dabei, so der Vorstand des seit 2011 eingetragenen Vereins. „Das ist schon toll, dass wir auf gleich drei Damen zurückgreifen können“, sagt der 57-Jährige.

Jiri Mares wollen ihr Publikum mit moderner Musik begeistern

Mit der gesanglichen Unterstützung kann die Jiri-Mares-Gruppe nun auch ganz aktuelle Titel spielen. Anfangs habe man reine Swing- und Jazzmusik gespielt, erzählt Kriegl. Doch besonders bei Tanzveranstaltungen könne man das Publikum mit modernerer Musik begeistern. „Wir haben unser Repertoire massiv erweitert. Trotzdem sind wir unserem ursprünglichen Stil treu geblieben“, so der Tenorsaxofonist.

Insgesamt treten die Musiker acht bis zwölf mal jedes Jahr auf. Hauptsächlich im Landkreis. „Wir waren etwa beim Volksfest Olching, der Kulturnacht sowie der Langen Nacht der Musik in Bruck“, so der Vorsitzende. Die Auftritte seien fundamental für die Finanzierung der Bigband. „Für uns alle ist die Musik ein Hobby. Aber trotzdem müssen technische Ausrüstungen, Proberäume und Notenbeschaffungen bezahlt werden“, erklärt Kriegl. Leider sei es heute immer schwieriger, Auftritte zustande zu bringen, so der Olchinger. „Das Angebot an Veranstaltungen ist rar geworden.“

Jiri-Mares-Gruppe ist ständig auf der Suche nach neuen Musikern

Genauso wichtig wie die Finanzierung ist für den Vorsitzenden der Nachwuchs. Immer wieder habe man Abgänge von Bandmitgliedern, etwa wegen einem Wohnortwechsel. „Die müssen wir dann ersetzen“, sagt Kriegl. Deshalb sei man ständig auf der Suche nach neuen Musikern. „Wer Interesse hat, bei uns mitzumachen, kann sich jederzeit melden“, betont er. Vorteilhaft sei natürlich, wenn die Musiker in der Nähe wohnen, so Kriegl. Damit der Fahrtweg zu den Proben nicht zu weit sei.

In den vergangenen 30 Jahren haben die Amateurmusiker viel Erfahrung gesammelt. Einige sind schon von Anfang an mit dabei. Trotzdem kommt auch hin und wieder eine kleine Panne vor. So etwa bei einem Auftritt vor einigen Jahren. „Unser Schlagzeuger hat wohl einfach den Termin vergessen“, erinnert sich der Vorsitzende. „Also standen wir ohne Drummer da.“ Glücklicherweise konnte ein Posaunist einspringen, der auch das Schlagzeugspielen beherrschte. So konnte man laut Kriegl die Katastrophe gerade noch abwenden. „So etwas passiert uns in den nächsten 30 Jahren hoffentlich nicht mehr.“

von Alexandra Müller

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