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In Graßlfing

Josefi-Kapelle wächst im Moos

Wo vor einem Jahr noch ein Holzgerüst den Umriss der Kapelle anzeigte, stehen jetzt die Grundmauern des kleinen Gotteshauses. Der Josefiverein Graßlfing/Allach kommt mit seinem Vorhaben, eine Kapelle zu Ehren seines Namenspatrons im Moos zu errichten, gut voran. Im kleinen Kreis wurde bereits Richtfest gefeiert.

Graßlfing – Erst Sirtl strahlt. Der stellvertretende Vorsitzende des Josefi-Vereins ist zufrieden. Schließlich schreitet der Bau der Kapelle stetig voran. Nicht nur die Grundmauern stehen bereits und lassen ahnen, wie das fertige Gotteshaus aussehen soll. Auch der Dachstuhl ist bereits drauf.

Sirtl hat die Bauarbeiten stets im Blick. Denn die Feldkapelle entsteht an Südende des Parkplatzes der Tafernwirtschaft Haderecker im Graßlfinger Moos. Sirtl, der auch der Wirt des Lokals ist, hat die Fläche zur Verfügung gestellt.

Auf rund neun Quadratmetern Grundfläche ist das kleine Gotteshaus in die Höhe gewachsen. Über mehrere Wochen waren zehn Vereinsmitglieder damit beschäftigt, es aufzubauen. Ein wichtiges Anliegen ist dem Verein, dass die Kapelle nach alter Handwerkskunst errichtet wird. Daher wurden alte Ziegelsteine verbaut, insgesamt 2200 Stück. Die Steine stammen vom Abriss eines alten Bauernhauses, berichtet Sirtl.

Fertigmörtel und Fertigputz sind tabu. Beides wird direkt vor Ort zusammengemischt. Der Verputz wird nicht mit einer Maschine an die Wände gespritzt, sondern von Hand aufgetragen. Er wird geworfen. Diese Technik beherrschen nur noch wenige. Doch der Verein hatte Glück. Ein 78-jähriger Maurer hat die Aufgabe übernommen.

Für das Dach wurden Biberschwanzziegel verwendet. Die sind bei Kirchen sehr verbreiten, erklärt Sirtl.

Die Idee, dem Heiligen Josef zu Ehren etwas zu errichten, ist bereits vor Jahren entstanden. Erst sollte es ein Martel werden, dann wurde die Kapelle daraus. Als Architekt konnte der Josefiverein den Olchinger Bauamtsleiter Markus Brunnhuber gewinnen, der die Pläne unentgeltlich angefertigt hat. Beraten werden die Bauherren von dem Gröbenzeller Stuckateurmeister Thomas Decker.

Der Innenraum des kleinen Gotteshauses wird noch mit Verzierungen, Bänken und einem Altar ausgestattet. Wann die Kapelle aber komplett fertig sein soll, ist derzeit noch offen. „Wir haben Zeit“, betont Sirtl. (sus)

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