Maximilian GiglVorsitzender der Kolpingsfamilie

Olching

CSU-Kandidat organisiert Starkbierfest kurz vor Wahl - hat das ein G´schmäckle?

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Vom 26. Februar bis 9. April dauert in diesem Jahr die Fastenzeit – und damit auch die Phase, in der traditionell wieder Politiker bei den vielen Starkbierfesten im Landkreis derbleckt werden.

Olching –  Das Fest der Kolpingsfamilie Olching findet heuer am 14. März statt – und damit am Vorabend der Kommunalwahl.

Das Besondere daran: Maximilian Gigl, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, geht selbst als Bürgermeisterkandidat für die CSU ins Rennen. Im Interview mit Tagblatt-Reporter Andreas Daschner erläutert Gigl, warum trotz des möglichen Interessenkonflikts keiner ein G’schmäckle befürchten muss.

Herr Gigl, warum findet das Starkbierfest genau am Abend vor der Wahl statt?

Das ist traditionell immer so und war auch zum Beispiel vor sechs Jahren nicht anders. Vor der Wahl hätten wir heuer außerdem nur eine Woche Zeit, um überhaupt noch in die Fastenzeit zu fallen. Nach der Wahl wäre der Witz vorbei. Es ist wichtig, dass die Autoren die Themen noch haben.

Jetzt gehen Sie ja auch als Bürgermeisterkandidat für die CSU in die Wahl...

Ich bin aber nur verantwortlich für die Veranstaltung, nicht für das Programm. Damit habe ich gar nichts am Hut. Unsere Autoren sind Philipp Kroneberg und Florian Schalk. Ich nehme keinerlei Einfluss auf das Programm und kenne es vor dem Starkbierfest nicht. Ich bin auch nicht bei der Generalprobe dabei.

Hat sich noch keiner bei Ihnen beschwert, dass der Termin ein G’schmäckle haben könnte?

Bislang nicht. Wenn einer daraus ein G’schmäckle ableiten will, soll er das tun. Aber dann dürfte ich auch keine Begrüßung mehr machen, was ja meine ureigenste Aufgabe als Vorsitzender der Kolpingsfamilie ist. Gleiches würde dann natürlich auch für die anderen Kandidaten gelten, die nicht mehr auf Fotos zum Beispiel bei Spatenstichen auftauchen dürften.

Glauben Sie, dass das Programm Einfluss auf die Wähler nehmen wird?

Ich gehe nicht davon aus, dass das Fest die Wahlentscheidung noch beeinflussen wird. Unser Programm war bislang auch immer so ausgewogen, dass sich niemand bevor- oder benachteiligt sehen muss.

Auch interessant: Der Bericht vom Starkbierfest 2019

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