In Olching

Lasershow statt zentralem Feuerwerk an Silvester

Von Kathrin Böhmer

Gebäude als Projektionsfläche: Hier leuchtet das Kloster Fürstenfeld, in Olching soll es die katholische Kirche sein.

Neuer Anlauf in Sache zentrale Veranstaltung zu Silvester: Die Olchinger Stadtverwaltung arbeitet an einem Konzept für eine Lasershow um Mitternacht.

Olching –  „Auch damit können wir die Leute animieren, ihre private Böllerei zu reduzieren“, sagte Bürgermeister Andreas Magg (SPD) in der jüngsten Sitzung des Ferienausschusses. Der Rathauschef signalisierte damit außerdem, dass man weiter an dem Gedanken arbeite, die Menschen am letzten Tag des Jahres zusammenzubringen und das Neue Jahr gemeinsam zu begrüßen – und damit etwas für die Umwelt zu tun, weil der Ausstoß von Feinstaub reduziert werden könnte. Sprich: Je mehr Leute an einem zentralen Platz zusammenkommen und nicht selbst ballern, desto weniger wird die Luft verschmutzt.

Zentrales Feuerwerk abgelehnt

Der erste Vorstoß, ein zentrales Feuerwerk zu organisieren, fand im Stadtrat vor wenigen Wochen keine Mehrheit. Es wurde unter anderem kritisiert, dass man das Klima schützen wolle, indem man selbst Raketen in die Luft jage. Aber auch die Rahmenbedingungen, etwa dass man einen kommerziellen Veranstalter mit ins Boot hole, das Feuerwerk aber mit Steuergeldern finanziere, stieß vor allem bei Freien Wählern und CSU auf Unmut. Die Debatte lief zeitweise ziemlich aus dem Ruder. Die Ursprungsidee kam aus den Reihen der Olchinger SPD-Fraktion.

Projektion am Nöscher-Platz

Rathauschef Magg lieferte schnell nach: Die Lasershow wäre im wahrsten Sinne des Wortes eine saubere Lösung. Als Projektionsfläche könnte die katholische Kirche am Nöscherplatz dienen. Laut Magg zeigt sich der Pfarrer sehr offen für diese Idee. Anders als bei dem ersten Vorstoß würde es nur um die Show gehen, Essen und Getränke würde es nicht geben.

Bisher handelt es sich jedoch lediglich um einen Vorschlag. Dieser wird noch in Form gegossen und in die entsprechenden Gremien eingebracht. Die Kosten beziffert Bürgermeister Magg auf bis zu 8000 Euro – die Lasershow dauere um die 20 Minuten. Man müsste das bei den Leuten auch entsprechend bewerben, damit sie es als Alternative wahrnehmen.

Ganz so innovativ ist die Idee nicht: Eine Lasershow boten bereits die Veranstalter des Foodtruckfestivals (hier auf einer Wasserwand, für die die Feuerwehr sorgte). In Eichenau kam die Idee von den Grünen, auf Raketen zu verzichten und stattdessen eine Lichtinstallation zu zeigen. Letztendlich wurde die zentrale Silvesterfeier in Eichenau aber ganz abgelehnt. 

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