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Planen gemeinsam den Umbau des Laurentiushauses: Geschäftsführer Thomas Behr (l.) und Heimleiter Alexander Härtlein. Das Seniorenheim muss modernisiert werden, um den neuen gesetzlichen Anforderungen zu genügen. 

Großer Umbau in Olchinger Seniorenheim

Laurentiushaus wird zukunftsfit gemacht

Olching - Gut 30 Jahre hat das Laurentiushaus in Olching bereits auf dem Buckel. Jetzt muss das Alten- und Pflegeheim der Diakonie Fürstenfeldbruck modernisiert werden – ein teures Unterfangen.

„Noch entwickeln wir die Planung und das Konzept gemeinsam mit den Architekten“, sagt Geschäftsführer Thomas Behr. Von einer konkreten Kostenschätzung ist man noch weit entfernt. Aber ähnliche Umbauten in anderen Altenheimen hätten zwischen sechs und neun Millionen Euro gekostet, sagt Behr. Einen ähnlichen Betrag schätzt er auch beim Umbau des Laurentiushauses. Das Vorhaben wird von der Diakonie finanziert.

Nötig wird es nicht nur aufgrund des Alters der Mauern. Auch die Anforderungen an die Pflege haben sich geändert. Neueste gesetzliche Anforderungen geben eine Einzelzimmerquote von 75 Prozent vor. Im Laurentiushaus müssen es damit 100 sein. „Derzeit haben wir 67“, sagt Behr.

Außerdem müssen die Rollstuhl-Radien in den sanitären Einrichtungen auch für elektrische Rollis groß genug sein. Sie müssen von 1,20 auf 1,60 Meter vergrößert werden. Das Laurentiushaus soll mindestens an die gesetzlichen Anforderungen angepasst werden. „Im besten Fall sogar ein wenig darüber hinaus“, sagt Heimleiter Alexander Härtlein. Behr ergänzt: „Wir wollen das Haus für die nächsten 20 bis 30 Jahre gestalten.“ Und zwar ohne den Charakter der Einrichtung zu verändern, wie Härtlein betont.

Das Laurentiushaus bleibt also das Laurentiushaus – vor allem von außen. „Das Erscheinungsbild wird erhalten“, sagt Behr. Allerdings wird es ein erweitertes Angebot geben: Es werden wieder Räume für Betreutes Wohnen geschaffen, wie Behr erklärt. Ein entsprechendes Angebot gab es in dem Olchinger Alten- und Pflegeheim zwar schon einmal, es wurde aber vor rund zehn Jahren eingestellt.

Nach dem Umbau wird es in der Einrichtung wieder das komplette Pflegeprogramm geben: von der vollstationären über die ambulante, die Tages- und die Kurzzeitpflege bis hin zum Betreuten Wohnen. Und auch die Wohngruppe für demente Menschen sollen neu gestaltet werden.

Die baulichen Veränderungen werden ein wenig auf Kosten der Anzahl der Zimmer gehen. Die derzeit 137 Pflegeplätze wird man nicht ganz halten können. „Das ist der Tatsache geschuldet, dass das Leistungsangebot breiter gefächert wird“, sagt Härtlein. Auf das bestehende Personal hat das keine Auswirkungen. „Alle Arbeitsplätze werden erhalten, es werden sogar weitere entstehen“, kündigt Behr an.

Der Umbau wird bei laufendem Betrieb erfolgen. „Das ist natürlich eine besondere Herausforderung, aber machbar“, sagt Behr. Auch Härtlein ist davon überzeugt: „Das Vorgehen muss mit dem Planer aber natürlich eng abgesprochen werden.“ Umzüge der Bewohner innerhalb des Hauses sollen während der Bauzeit möglichst gering gehalten werden. Behr glaubt außerdem, dass die Arbeiten „einen Unterhaltungswert für die Bewohner haben“.

Die Bauzeit schätzen die Architekten laut Behr auf zweieinhalb bis drei Jahre – inklusive der Planungsphase. Wann die Bagger letztlich rollen werden, hängt davon ab, wie schnell die Planung und das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind. Die Zusammenarbeit mit der Stadt laufe gut, sagt Behr. Dennoch glaubt der Geschäftsführer: „Wir werden wohl frühestens Ende 2018 beginnen können.“

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