In den Auen

Liberale fordern dritte Amperbrücke

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Die Amperauen zwischen Esting und Olching sind bei Spaziergängern, Radlern und Erholungssuchenden beliebt. Allerdings gibt es dort nur zwei Übergänge über den Fluss. Zu wenig, findet die FDP und fordert eine dritte Brücke. Doch das ist schwierig.

Olching – Ist man in den Amperauen nördlich der Bahnlinie unterwegs, und will von Olching nach Esting oder umgekehrt, gibt es ein unüberwindliches Hindernis: die Amper. Fußgänger und Radler können den Fluss innerhalb der Auen nur bei der Schulstraße in Graßfling oder im Bereich des Volksfestplatzes überqueren. Dazwischen gibt es keine Brücke.

„Es wäre super, wenn es hier eine geben würde“, sagt Anna von Hunoltstein aus Neu-Esting. „So käme ich direkt zum Altenheim und zum Café Ganser.“ Sie ist mit Hund und Tochter in den Auen unterwegs. Am besten wäre es, wenn gleich zwei Übergänge geschaffen würden, meint sie. Hier und vorne am Amperspitz. „Von mir aus dürfte es gern auch eine Hängebrücke sein.“

Die Olchinger Liberalen sind der gleichen Meinung. Deshalb beantragen sie, dass eine dritte Brücke über die Amper gebaut werden soll – am Besten in Verlängerung der Brücke am Mühlbach an der Heinrich-Nicolaus-Straße zwischen den Kilometerschildern 77,2 und 77,4. Der baulich geeignetste Standort müsse aber erst ermittelt werden. Ein befestigter und beleuchteter Fuß- und Radweg soll diese Brücke dann mit dem Spielplatz am Ammerweg verbinden.

Olching habe sich vor allem im nördlichen Teil in den vergangenen Jahren stark entwickelt, argumentieren die Liberalen. Als zusammenwachsende Stadt brauche es eine bessere Verbindung. Eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke an dieser Stelle entlaste zudem den innerörtlichen Verkehr. Für die Bürger werde es attraktiver, zu Fuß zu gehen oder aufs Radl zu steigen.

„Wir finden die Amperauen auch ohne zusätzliche Brücke schön“, sind sich Karin Bonner und ihr Sohn Tim einig. Sie wohnen in der Feursstraße und gehen mit ihren Hund Omero regelmäßig in den Auen spazieren. Sie sehen keinen Bedarf für eine weitere Brücke. „Die in Esting ist ja relativ nah.“

Auch Andrea Kunz und Zenzi Moosbichler meinen, dass man „das Stückerl bis zur Estinger Brücke schon laufen kann“. Sie hätten aber auch nichts gegen eine weitere Querungsmöglichkeit. Für die Planer hätten die beiden Hundehalterinnen auch gleich einen Tipp parat. „Eine Brücke mit Hundestation fänden wir super.“

Im Rathaus steht man dem Antrag der FDP zwiegespalten gegenüber. „Natürlich wäre eine weitere Verbindung schön“, sagt Geschäftsstellenleiter Jürgen Koller. Allerdings handele es sich um einen hochsensiblen Bereich. Schließlich sind weite Teile der Amperauen Flora-Fauna-Habitat-Gebiet. Man müsste genau prüfen, wie sich solch ein Eingriff auf die Auenlandschaft auswirken würde. Wie Koller erklärt, müsse nun der Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung im Oktober entscheiden, ob der Antrag weiterverfolgt werden soll. (es/akk)

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