Beim Bubble-Soccer-Turnier des SV Esting durften auch die Kinder die Plastikkugeln unter die Lupe nehmen. Foto: Weber

Bubble Soccer

Lustige Torejagd in der Plastik-Blase

Esting – Bei sommerlichen Temperaturen Fußball zu spielen, stellt für Freizeitkicker schon eine gewisse Herausforderung dar. Wenn man dazu in einer 14 Kilogramm schweren Plastikkugel steckt, kommt man erst recht ins Schwitzen. Das können die Teilnehmer des ersten Bubble-Soccer-Turniers des SV Esting bestätigen.

Beim Bubble-Soccer, einer neuen Gaudi-Trendsportart, treten Fußballmannschaften gegeneinander an, deren Spieler in großen aufgeblasenen elastischen Plastikkugeln stecken. Da rennt man nicht nur dem Ball hinterher, da kann es auch passieren, dass man selbst übers Spielfeld rollt und hüpft.

Den Spaß wollten die 16 teilnehmenden Teams bis zur letzten Minute auskosten und schlugen deshalb auch den von Turnierorganisator und -leiter Selim Aydin über die Lautsprecher verkündeten Vorschlag aus, die zehnminütige Spielzeit pro Partie angesichts der Hitze um zwei Minuten zu verringern. „Wir sind gerade erst so richtig ins Rollen gekommen“, meinten beispielsweise Manfred Bütsch und Thomas Eichler, die nach einer gerade erst gewonnenen Begegnung stark schnaufend am Spielfeldrand standen.

Das Herumkugeln der Spieler war natürlich einer der Höhepunkte des Turniers. Die Zuschauer hatten viel zu lachen und zu applaudieren, wenn es einen der Bubble-Soccer-Kicker umgedreht hatte und er wie ein Maikäfer auf dem Rücken mit den Beinen zappelte, nur um wieder auf die Füße zu kommen.

Solche Szenen sind ausdrücklich gewünscht, ebenso wie der Kontakt zwischen den Bubbles. Bisweilen erinnerte es an Rugby, wenn zwei Körper fast ungebremst aufeinanderprallten. Turnierleiter Aydin hatte noch einen weiteren Vergleich parat: „Bubble Soccer ist eine Mischung aus Fußball spielen und Autoscooter fahren.“

Auch wenn das für den unbedarften Zuschauer ziemlich zügellos aussieht, gibt es doch Regeln. Von hinten darf nicht umgekickt werden und wer sich gerade wieder aufrappelt, darf nicht gerempelt werden. „Wir achten da schon, dass das Fairplay eingehalten wird“, sagte Aydin.

Doch die Olchinger Freizeitkicker hinderte das nicht, ihr größtes Plus einzusetzen. „Mit unserem Kampfgewicht haben wir schon einen gewissen Vorteil“, erklärte Kai Kirchhoff mit einem Schmunzeln. Denn die Olchinger Freizeitkicker sind allesamt das, was man in Bayern gestandene Mannsbilder nennt.

Dass sie auch „normalen“ Fußball spielen, wirkt sich ihrer Meinung beim Bubble-Soccer nicht aus: „Mit dem eigentlichen Fußball hat das nichts zu tun. Es ist einfach eine Riesengaudi“, so Eichler.

Das fand auch Celine Dunn. Die 26-Jährige wollte eigentlich mit ein paar Freundinnen an dem außergewöhnlichen Sport-Event teilnehmen und Spaß haben. Doch ein paar mussten arbeiten „und so hat es sich nicht ausgegangen“, erzählte die in Fürstenfeldbruck lebende Wienerin. „Nun drücke ich eben den beiden Mädelsteams die Daumen. Und ich erzähl meinen Freundinnen, dass wir nächstes Jahr unbedingt dabei sein müssen.“

Das könnte klappen, denn eine Neuauflage des Gaudi-Turniers ist ziemlich wahrscheinlich. Auch wenn die Veranstaltung den SV Esting stolze 2500 Euro gekostet hat – vor allem wegen der Leihgebühr für die Bubbles. „Wir haben viel Lob bekommen, dass es eine lässige und lockere Sache ist“, freute sich Turnierleiter Aydin. Das lag auch daran, dass sich die Veranstalter neben dem Bubble-Soccer ein buntes Rahmenprogramm mit Spielen für die ganze Familie hatten einfallen lassen. (hk)

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