„Wir haben in unseren Betrieben nichts zu verbergen.“Alexander Hill, Brucker Schlachthof

Metzger setzen auf Transparenz im Kampf gegen die großen Firmen

Olching – Für die FFB-Schau hatten sich auch die Mitglieder der Metzgerinnung und Vertreter von Brucker Land etwas Besonderes überlegt. In Halle T erzählten Inhaber kleinerer Betriebe – vor allem Metzger und Bäcker – über ihren Kampf, gegenüber der Großindustrie bestehen zu können.

Viele Geschäfte mussten laut ihrer Aussage in den vergangenen Jahren bereits schließen. Während ein Betrieb früher mit der Haltung von 500 Schweinen konkurrenzfähig gewesen sei, seien heute 1500 Tieren nötig, um am Ende alle Rechnungen begleichen zu können, hieß es.

Rita Multerer, Vize-Vorsitzende des Netzwerks Brucker Land, sieht der Zukunft trotzdem optimistisch entgegen. „Das Konsumverhalten der Verbraucher ändert sich. Immer mehr, vor allem junge Menschen, legen wieder mehr Wert auf nachhaltig und fair produzierte Waren.“

Transparenz hat auch für Alexander Hill vom Brucker Schlachthof hohe Priorität: „Wir haben in unseren Betrieben nichts zu verbergen. Respekt bei der Schlachtung und der gewissenhafte Umgang mit den Tieren sind sehr wichtig.“ Denn die Verbraucher seien es, die mit ihrem Kaufverhalten die Wirtschaft beeinflussen und damit das Überleben der Betriebe sichern. Einer, der Wert auf Nachhaltigkeit legt, ist Richard Bartels von der Gruppierung Slow Food. „Ich will wissen woher mein Fleisch kommt, sonst macht Essen keinen Spaß mehr.“  (mg)

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