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Mit der Drehleiter löschten die Einsatzkräfte den Dachbrand in der Müllverbrennungsanlage.

15 000 Euro Schaden

Bunsenbrenner löst Feuer in der Geiselbullacher Müllverbrennungsanlage aus

In der Müllverbrennungsanlage Geiselbullach ist bei Reparaturarbeiten ein Feuer ausgebrochen. Mitarbeiter entdeckten den Brand auf dem Dach zufällig.

Geiselbullach – Feuer in der Müllverbrennungsanlage Geiselbullach: Ein Flachdach stand am späten Freitagnachmittag in Flammen. Dachdecker hatten das Dach eines Treppenhauses repariert und dabei mit einem Bunsenbrenner das Bitumen erwärmt. Dabei hat sich laut Polizei der Holzrahmen eines Tageslicht-Spots entzündet – offenbar unbemerkt von den Handwerkern. Die beendeten ihre Arbeit und verließen das Grundstück dann.

Etwa eine Stunde später bemerkten Mitarbeiter der Müllverbrennungsanlage das Feuer auf dem Dach. „Sie sind zum Glück durch den Hof gelaufen“, sagt Dennis Reiter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geiselbullach. „Denn der Brandmelder schlägt nur bei Feuer im Gebäude an.“ So konnten die Mitarbeiter die Einsatzkräfte alarmieren.

Die Feuerwehren aus Geiselbullach, Graßlfing, Esting und Olching rückten mit etwa 50 Mann aus. Eine Fläche von zehn Quadratmetern und die Lichtkuppel im fünften Stock des Gebäudes standen in Flammen. „Brennende Teile fielen ins total verrauchte Treppenhaus“, berichtet Reiter. Im Inneren des Gebäudes stand zudem eine Flüssiggasflasche.

Über eine Drehleiter und das Treppenhaus verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang und konnten den Brand dann auch innerhalb weniger Minuten löschen. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Dachkuppel aus Kunststoff brannte komplett ab. Den Sachschaden schätzt die Polizei Olching auf rund 15 000 Euro. Gegen die Arbeiter der Dachdeckerfirma wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Ingrid Zeilinger

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