Die Blaskapelle Olching sorgte beim Stadtfest für gute Stimmung an den Biertischen auf dem Nöscherplatz. foto: Weber

Stadtfest Olching 

Musik und Schmankerl unter blauem Himmel

Olching – Im zweiten Anlauf haben die Olchinger nun Glück gehabt. Nachdem das Stadtfest in der Woche zuvor wegen der unsicheren Witterung abgesagt worden war, ließ es sich an diesem Samstag bei gut 20 Grad und einladendem Sonnenschein gut aushalten.

Zudem war die Konkurrenz durch andere Veranstaltungen in den umliegenden Städten und Gemeinden überschaubar. Das wäre am ursprünglichen Termin anders gewesen.

Für Peter Glockzer spielte das aber keine Rolle. „Ich wäre sowieso gekommen“, erzählt er, mit einer Radlermaß in der Hand zufrieden in die Sonne blinzelnd. „Wieso soll ich woanders hingehen?“, fragt der 39-Jährige. Er habe es von seiner Wohnung gerade mal zehn Minuten zu Fuß zum Nöscherplatz, wo sich das Stadtfest gewissermaßen aufgebaut hat. „Selbst wenn rundherum der Bär los wäre, würde mich das nicht locken.“ Er sei die ganze Woche mit dem Auto unterwegs, das sei Fahrerei genug.

Mit dem fahrbaren Untersatz hätten zwar Melanie Saaber und ihr fünfjähriger Sohn Marvin kein Problem. „Wir schauen schon immer, wo auch woanders was los ist“, so die Alleinerziehende. Die Hauptsache sei aber, dass beide zu ihrem Recht kommen: ein bisschen Action für den Sohn in der Hüpfburg, Gemütlichkeit und Ratschen mit Freundinnen für die 35-jährige Mama.

Für den 18 Jahre alten Kevin Bender ist der Nöscherplatz „nur“ Treffpunkt, um dann per S-Bahn nach München weiterzuziehen. Er treffe sich hier mit zwei Kumpels, die nicht ortskundig seien. „Ich habe gesagt, sie sollen der Blasmusik nachlaufen.“ Die sei aber nicht sein Stil. „Bier und Blasmusik, das geht nur auf dem Oktoberfest oder vielleicht in 20 Jahren doch hier“, sagt der junge Mann.

Viele Olchinger blieben jedoch am Nöscherplatz hängen, wo ein temporärer Biergarten aufgebaut wurde, wie es die Stadt nannte. Die Blaskapelle Olching sorgte für den musikalischen, Olchinger Gastronomen und Vereine für den lukullischen Rahmen.

von Hans Kürzl

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