500 Besucher sollten untergebracht werden

Nein zu Erweiterung des Christuszentrums

Durch den Neubau einer Halle wollte das an der Roggensteiner Allee gelegene Christuszentrum seine Kapazität auf 500 Besucher erweitern. 

Olching – Doch der Bauausschuss erteilte dem Ansinnen der freiheitlichen Gemeinde ohne Gegenstimme eine Absage. Als problematisch sahen die Ausschussmitglieder vor allem die Stellplatzfrage an. Eine Rolle spielte aber auch der Status des Versammlungsortes.

Bauamtsleiter Markus Brunnhuber legte dar, dass ein Kirchenraum nicht unter die Versammlungsstättenverordnung falle, welche die Zulassung einer bestimmten Besucherzahl regelt. Allerdings gab er zu bedenken, dass der vorgesehene Bau einem Veranstaltungssaal ähnlich sei. „Man muss es schon wissen, dass es sich um eine Kirche handelt.“ Der Auslegungs-Spielraum einer Behörde sei daher recht groß.

Darauf ging auch Bürgermeister Andreas Magg (SPD) ein. Er verwies darauf, dass die Stadt oder ein privater Träger bei einem solchen Vorhaben alle möglichen Verordnungen einhalten müsse. „Da fehlen mir Glaube und Verständnis“, sagte Magg in Bezug auf die Ausmaße des Vorhabens des Christuszentrums. Es werde zudem in einigen Fällen schwer feststellbar sein, ob es sich um eine kirchliche oder allgemeine Veranstaltung handelt, so der Bürgermeister weiter. Josef Gigl (FW) ergänzte: „Auf dem Plan sehe ich eine Versammlungsstätte.“

In deren Umgebung bestehen auch jetzt schon während der Gottesdienste Parkplatzprobleme. Bei einer Erweiterung der Halle befürchtete der Ausschuss weitere Schwierigkeiten. Der Antragsteller sah jedoch die Anforderungen als erfüllt an. Die Berechnungen des Christuszentrums gehen von einer Nutzung als Gemeindekirche aus. Das bedeutet ein Stellplatz für 30 Sitzplätze.

Dem widersprach jedoch die Bauverwaltung. Aufgrund der geplanten Größe des Saales und des Einzugsgebietes sei von einer überörtlichen Bedeutung dieser Kirche auszugehen. Diese ziehe einen Schlüssel von einem Stellplatz je 20 Sitzen im Kirchenraum nach sich. Zu bedenken gab die Verwaltung zudem, dass die Wandhöhe im Vergleich zu den umliegenden Wohnhäusern zu groß sei. Darüber hinaus wirke der Bau in seiner Planung durch das flache Pultdach und die große quadratische Grundfläche sehr massiv.

2008 hatte die freiheitliche Kirche das Grundstück erworben. Ende Juni 2009 war das Gebäude eingeweiht worden.  (hk)

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