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O´zapft is: Bürgermeister Andreas Magg hilft sich mit einem Becher. Wer nicht so gut vorbereitet ist, formt die Hand zu einem Kelch. Den Brunnen mitausgetüftelt haben Friedrich Popp (l.) und Thomas Mösl vom Amperverband.

In Olching

Neue Anlage eingeweiht: Trinkwasser für alle am Nöscherplatz

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Die Olchinger können seit Kurzem am Nöscherplatz ihren Durst stillen und das ganz umsonst: Die Stadt hat zusammen mit dem Amperverband einen Trinkwasserbrunnen installiert. Dahinter steckt auch eine ganz klare Botschaft.

Olching – Trinkt unser Wasser aus der Region, ein besseres bekommt ihr nicht: So oder so ähnlich lautet die Ansage von Olchings Bürgermeister Andreas Magg und den beiden Vertretern des Amperverbandes (AV) Thomas Mösl und Friedrich Popp. Sie haben am Donnerstag den Trinkwasserbrunnen am Nöscherplatz offiziell eingeweiht. Da sprudelte nicht nur das kühle Nass, sondern auch die Begeisterung.

„Natürlich wollen wir damit auch Werbung für unser heimisches Wasser machen“, sagte Bürgermeister Magg. Er betont immer wieder, dass es qualitativ kein besseres gibt – noch dazu viel günstiger als beispielsweise französisches Wasser, das als Lifestyle-Produkt verkauft werde. Der Liter Leitungswasser kostet 0,1 Cent – die Flaschen aus dem Supermarkt kommen gut und gerne auf einen Euro. Die Olchinger können sich bereits seit einer Woche an der Säule aus Cortenstahl bedienen. Die Anlage hat 1500 Euro gekostet plus 2500 Euro Anschlusskosten. Damit das Wasser nie steht, sich bei Hitze nicht erwärmt und es zu keiner Keimbildung kommen kann, wird jede Stunde durchgespült. Der Hahn verschließt sich nach einer kurzen Zeit wieder automatisch, so dass auch nicht die Gefahr der Wasserverschwendung besteht. Der Amperverband wird zudem einmal im Monat überprüfen, ob alles in Ordnung ist, auch wegen der Hygiene. Da müssen sich die Durstigen aber sowieso keine Sorgen machen, auch nicht daheim. „Unser Wasser kann man immer gefahrlos trinken“, erklärt AV-Geschäftsleiter Thomas Mösl.

Der Standort am Nöscherplatz wurde bewusst gewählt: Es ist nicht nur die Stadtmitte, sondern hier findet auch einmal in der Woche ein Markt statt. „Die Menschen können sich frisches Obst kaufen und es dann gleich hier waschen und verspeisen“, erklärt Andreas Magg. Sollte das Angebot gut angenommen werden, seien weitere Standorte etwa am Grün- anger oder Olchinger See denkbar. Auch die umliegenden Kommunen, die der Amperverband betreut, also Puchheim, Eichenau und Gröbenzell, sollen in den öffentlichen Trinkwassergenuss kommen. Maggs erste Bilanz nach einer Woche fällt schon einmal positiv aus: Viele Bürger hätten bereits ihre Begeisterung ausgedrückt.

Trinkwasser-App

Wer wissen will, wo sich in seiner Nähe ein öffentlicher Trinkwasserbrunnen befindet, kann sich die Internet-Applikation „Trinkwasser unterwegs“ herunterladen.

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