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Vor gut einem halben Jahr ist die Mieterin aus der alten Remise neben dem KOM ausgezogen. Nun schlägt Kulturreferentin Ruth Busl eine Zwischennutzung für das total heruntergekommene Gebäude vor: Es soll selbst zum Kunstwerk wer den. 

Beim KOM

Neue Idee für alte Remise

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Ein schöner Anblick ist die Remise beim Olchinger KOM nicht. Seit Jahren verfällt das Gebäude. Kulturreferentin Ruth Busl findet: Die Remise könnte selbst zum Kunstwerk werden.

Olching – „Die Remise ist ein Schandfleck“, sagt Kulturreferentin Ruth Busl. Das KOM sei für sie der schönste Platz in Olching, und dann stehe da ein Haus, das zusehends verfällt. „Ich möchte nicht zuschauen, wie so ein schöner Platz immer unansehnlicher wird.“ Deshalb hat sie etwas unternommen und einen Antrag gestellt: Die Remise soll selbst zum Kunstwerk werden – zumindest übergangsweise.

„Man muss einen Anziehungspunkt daraus machen.“

Seit Jahren schon wird im Gemeinde- beziehungsweise Stadtrat über die Zukunft der ehemaligen Lagerhalle diskutiert. Ideen gab es einige. Bereits Ende der 1990er-Jahre machte Kreisheimatpfleger Alexander Zeh Vorschläge, wie die Remise ausgebaut und gemeinsam mit dem Rossstall als kulturelles Ensemble genutzt werden könnte. 2012 griff die damalige Kulturreferentin Heike Lotterschmid den Vorschlag eines Fürstenfelds im Miniaturformat wieder auf. Auch die Idee, aus der Remise ein Sommerhaus für Kunst zu machen, gab es. Passiert ist aber bis heute nichts.

Und das hat einen Grund: Denn die Remise hatte eine ältere Frau von der Stadt gemietet – als Wohnung. Eigentlich wollte sie bereits seit Jahren ausziehen, doch es gab Schwierigkeiten, wie Rathaus-Geschäftsstellenleiter Jürgen Koller auf Nachfrage berichtet. Der Auszug habe sich immer wieder verzögert. Doch vor gut einem halben Jahr habe die Frau endlich die Remise verlassen.

Im Raum stehen Abriss und Neubau oder Sanierung der Remise

Diese Chance will Ruth Busl nun nutzen – zumindest bis feststeht, was mit dem heruntergekommenen Gebäude passieren soll. Im Raum stehen Abriss und Neubau oder Sanierung. „Man muss einen Anziehungspunkt daraus machen“, ist die Kulturreferentin überzeugt. Das Gebäude müsse optisch wieder anschaulich und schöner werden, heißt es in ihrem Antrag. Deshalb solle die Verwaltung prüfen, ob die Möglichkeit besteht, die Remise selbst zu einer Sehenswürdigkeit, zu einem temporären Kunstwerk zu machen. „Hauptsache, es entsteht wieder etwas, was man gerne anschauen möchte“, so Busl.

Der Kulturreferentin schwebt dabei zum Beispiel vor, dass die Remise verhüllt werden könnte, analog zu Christos Reichstag oder Streetart-Kunst mit Graffiti. Auch Malerei und optische Illusionen seien denkbar.

Eine Entscheidung, wie es weitergehen soll, gibt es wohl noch vor November

Der Hauptausschuss hat sich für Busls Antrag ausgesprochen. Nun prüft die Verwaltung, ob so eine Zwischennutzung in Frage kommt. Koller ist skeptisch. Denn das Gebäude sei in einem so schlechten Zustand, dass es haftungsrechtlich problematisch werden könnte, wenn dort etwas passieren sollte. Zudem müsse geklärt werden, wie lange die Übergangszeit dauern solle.

Eine grundsätzliche Entscheidung, wie es mit der alten Remise weitergehen soll, also Abriss oder Sanierung, solle noch vor den Haushaltsberatungen getroffen werden, so Koller. Diese beginnen meist im November.

Von Seiten der Stadt gibt es bereits Überlegungen für das gesamte KOM-Areal. So könnte dort zum Beispiel eine Bibliothek gebaut werden. Busls Traum wäre es, dass dort ein Café oder ein Freilicht-Kino entstehen könnte: „Auf jeden Fall irgendetwas, was diesem Platz Leben einhaucht.“

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