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Olchings neuer Stadtwerke-Chef setzt auf Rundum-Sorglos-Pakete

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Thomas Grulkeist der neue Geschäftsführerder Stadwerke Olching. Foto: gar

Die Stadtwerke Olching haben seit Anfang des Monats einen neuen Geschäftsführer. Thomas Grulke hat den Posten übernommen, in der Übergangsphase wird er zusammen mit Interims-Geschäftsführer Bernd Romeike die Kommunalwerke leiten.

Olching – Knapp 100 Kandidaten haben sich für die Stelle beworben, Grulke hat sich durchgesetzt. Der 49-Jährige ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt im Landkreis Starnberg. Ursprünglich kommt er aus Würzburg, lebt aber bereits seit 15 Jahren in der Gegend. Er kann über 20 Jahre Erfahrung in der Energie-Branche aufweisen. Bei den Würzburger Stadtwerken hat er eine Ausbildung gemacht. Danach wechselte er zu EON in den Vertrieb, arbeitete für den größten Stromkonzern Österreichs in der Münchner Niederlassung eng mit diversen Stadtwerken zusammen und wurde schließlich Geschäftsführer von Aquanta. Grulke absolvierte zudem ein Studium zum Diplom-Betriebswirt. Warum er nach Olching wollte? „Ich denke, die Energiewende findet lokal statt“, erklärt der 49-Jährige bei einem Pressegespräch. Es wird eher viele kleinere und mittlere Energieproduzenten geben, als wenige große. Stichwort: Dezentralisierung.

Für Bürgermeister Andreas Magg (SPD) war nicht nur die Erfahrung Grulkes ein Pluspunkt. „Es braucht jemand, der das Gesicht der Stadtwerke ist. Man darf nicht nur im Büro sitzen, sondern muss auch präsent sein.“ Bei der FFB-Schau hatte Grulke schon Kontakt mit Kunden und potenziellen Kunden. „Viele sind sehr zufrieden mit unserem Photovoltaik-Angebot“, berichtete er.

Der neue Geschäftsführer weiß, dass die Stadtwerke den Preiskampf gegen die großen Stromkonzerne kaum gewinnen können. Deshalb muss der Faktor des Vor-Ort-Seins, des Kümmerers, das Alleinstellungsmerkmal sein, das Kunden überzeugt. „Bei uns müssen sie nicht noch großartig im Internet selbst herumsuchen“, erklärt Grulke. Er spricht, zum Beispiel bei der Photovoltaik, von einem Rundum-Sorglos-Paket. „Du gibst uns dein Dach, wir besorgen den Rest“ lautet das Motto. Dabei wird mit Handwerkern vor Ort eng zusammen gearbeitet. Außerdem ist eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet.

Es ist nur eines der Angebote der Stadtwerke. Weitere sind angedacht – etwa Koppel-Produkte mit Ökostrom und Fernwärme, auf letztere hat die Stadt einen besonderen Fokus gelegt. Der Gewerbepark ist etwa dadurch erschlossen. Und man hat bereits ein eigenes Netz. gar

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