Party

Olau! In Olching gibt’s gleich dreimal Weiberfasching

Am nächsten Donnerstag haben die Frauen das Zepter fest in der Hand – feiertechnisch gesehen zumindest. Denn dann ist wieder Weiberfasching. Seit Jahren gibt es auch im ehemaligen Olchinger SCO-Heim erstmals wieder eine Party.

Olching– Damit können die Frauen in Olching gleich dreimal feiern. Am 23. Februar haben sie die Gelegenheit im Kolpingheim und fast nur einen Katzensprung davon entfernt, im katholischen Pfarrheim. Und wer dann noch nicht genug hat oder auch erst so richtig in Schwung gekommen ist, der kann einen Tag darauf im Vereinsheim des SC Olching einen auf „Wuide Weiber“, machen. So heißt die Party.

„Hier war schon lange kein Fasching mehr oder eine Party“, sagen Silke und Michael Maier, die Organisatoren des Weiberfaschings im SCO-Heim. Die letzte große Sause war den Fußballern vorbehalten, als sie im Mai 2016 ihren Aufstieg in die Landesliga begossen. Nun also sollen die „Wuiden Weiber“ dort feiern, wo sich sonst Sportler über ihre Erfolge freuen oder ihre Niederlagen hinunterspülen.

Die Organisatoren wollen mit der Faschingsparty am 24. Februar an die Tradi

tion anschließen, die etwa um die Jahrtausendwende noch im Daxerhof stattgefunden hat. Doch dort schlief der Weiberfasching wegen Wirt- und Besitzerwechsel mit der Zeit ein. Und auch im SCO-Vereinsheim herrschte in den letzten Jahren alles andere als Feierlaune. Teils turbulente, teils kuriose Wirtewechsel machten dort eine beständige und verlässliche Planung für Partys unmöglich.

Seit gut einem Jahr betreiben nun die Maiers das Vereinsheim an der Toni-März-Straße. „Damals war das aber noch zu kurzfristig, um etwas auf die Beine zu stellen“, erinnert sich Michael Maier an die Phase, in der man das Vertrauen der Gäste in die Lokalität erst einmal wieder zurückgewinnen musste.

Ungewöhnlich ist freilich, dass die Maier’s ihren Weiberfasching am Freitag feiern. „Wir wissen selbst, dass sich das eigentlich am Donnerstag gehört“, sagen sie. Aber am Freitag müssten doch noch viele arbeiten. Früher sei es ziemlich egal gewesen, wann die Damen nach Hause gekommen sind, erinnert sich Maier. „Heute achten die Arbeitgeber schon darauf, wie fit man aufläuft.“ Deswegen habe man den Freitag gewählt, weil am Samstag Ausschlafen doch eher möglich sei.

Für die ganz großen Partytiere unter den Frauen, die Urlaub oder frei haben, sieht Maier in der Freitagsveranstaltung noch einen weiteren Vorteil. „Die können jetzt in Olching ziemlich gut von Donnerstag bis Dienstag zum Faschingszug durchfeiern.“

Beim Weiberfasching am Freitag wird alles an Olchinger Gruppen auf den Beinen sein, was eben an so einem Tag zur Damenrunde dazustoßen darf. Das Männerballett der Olchinger Tanzfreunde wird ebenso seinen Auftritt haben wie die Faschingsgilde Olching. „Da kommen aber nur die Burschen“, verspricht sich Michael Maier.  (hk)

Der Weiberfasching

im SCO-Heim beginnt am Freitag, 24. Februar um 19 Uhr. Der Saal fasst 200 Leute. Karten gibt es im Vorverkauf unter Telefon (0 81 42) 441 97 11.

Auf geht´s zum Gaudiwurm

Höhepunkt der närrischen Tage ist der Gaudiwurm am Faschingsdienstag. Der Zug wird entlang der Feursstraße, vom Golfplatz bis zum Daxerhof aufgestellt und beginnt um 14 Uhr. Die Feursstraße wird deswegen von 12 bis 15 Uhr und die Hauptstraße von 12 bis 20 Uhr für den Verkehr gesperrt. Parkmöglichkeiten finden Besucher am Volksfestplatz (Anfahrt über Neu-Esting). 

Entlang der Strecke werden 25 Dixie-Toiletten aufgestellt. Faschingswagen, Fußgruppen und Musikkapellen bringen Stimmung. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Der Zug wird am Roßhaupterplatz wenden und am Josef-Kistler-Ring enden.

 Auf der Bühne am Nöscherplatz beginnt bereits ab 14 Uhr ein buntes Faschingsprogramm mit Gruppen wie dem Olchinger Männerballett, Spirit of Motion, OTF-Kids und viele andere Garden. Ebenfalls auf der Bühne findet nach dem Zugende die Prämierung der Wagen und der Gruppen statt. Am Nöscherplatz müssen alle die Faschingswagen verlassen und die Musik muss abgestellt werden. In den Parkbuchten der Hauptstraße zwischen Pfarrstraße und Bahnunterführung ist das Parken verboten. Nach der Unterführung müssen die Gespanne ohne Personen auf dem Hänger weiterfahren.

 Dem Komitee Faschingszug liegt vor allem die Sicherheit am Herzen und es bittet deshalb alle Besucher, auf den Bürgersteigen zu bleiben und auf die Kinder zu achten. Besonders beim Stillstand des Gaudiwurms sollten Kinder nicht nach Bonbons unter den Wagen suchen. Eltern sollten immer in unmittelbarer Nähe ihres Nachwuchses bleiben. Sollte das Gedränge jedoch zu dicht werden, sind kleine Kinder auf dem Arm am besten aufgehoben. An die Teilnehmer des Zuges geht die Bitte, die Straßenverkehrsordnung zu beachten, zünftige Faschingsmusik zu spielen und mit Alkohol vernünftig umzugehen. Wer noch beim Faschingszug mitmachen möchte, findet das Anmeldeformular unter www.faschingszug-olching.de oder kontaktiert Organisator Michael Maier unter der Telefonnummer (01 52) 04 69 44 30.

 Der Faschingszug kostet Geld. Deshalb gehen die Komiteemitglieder am Rosenmontag wieder bei den Olchinger Geschäftsleuten sammeln. Auch beim Faschingszug werden Helfer die Besucher um Zwei-Euro- Spenden bitten. Wer das Komitee beim Sammeln unterstützen möchte, kann sich bei Kassier Werner Raith unter Telefon (0171) 8 33 14 77 melden. Die Sammelbüchsen gibt es am Faschingsdienstag von 13 bis 14 Uhr am Sparkasseneingang in Olching, Hauptstraße 28. Die Helfer erhalten zehn Prozent aus ihrer Dose

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