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Der Brunnen des Anstoßes: In der Anlage am Nöscherplatz sammelt sich Laub und Dreck, denn das Wasser fli eßt nicht richtig durch das Becken.

Er wird umgebaut

Am Nöscherbrunnen soll endlich Wasser fließen

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Noch ist der Brunnen am Olchinger Nöscherplatz im Winterschlaf. Doch in ein paar Wochen soll dort wieder das Wasser fließen, denn er wird nun umgebaut.

Olching – Der Brunnen am Nöscherplatz spaltet die Olchinger. Viele stehen der Anlage, die 2010 im Rahmen der Neugestaltung des Nöscherplatzes errichtet wurde, kritisch gegenüber. Vor allem, dass das Wasser nicht richtig durch das Becken fließt, sondern eher darin steht, stört die Olchinger. Dementsprechend wird der Stein-Quader-Tümpel auch regelmäßig beim Starkbierfest derbleckt. Weil die Pumpleistung zu gering ist, sammelt sich in dem Becken zudem das Laub. Kein schöner Anblick, findet auch so mancher Stadtrat.

Auch Kinder sollen bald am Olchinger Nöscherbrunnen spielen

Doch das soll sich nun ändern. Künftig soll das kühle Nass mit angemessener Geschwindigkeit durch den Brunnen strömen. Nach jahrelangen Diskussionen wird die Pumpleistung erhöht. Wie Bauamtsleiter Markus Brunnhuber erklärt, werden im hinteren Bereich drei Düsen eingebaut und auch an der Seite wird eine Düse installiert. „Man verspricht sich dadurch, dass mehr Leben hinein kommt“, sagt Brunnhuber. Die Anlage solle so zudem für Kinder attraktiver zum Spielen werden. Und nicht zu guter Letzt werde durch eine höher Pumpleistung der Bauhof entlastet. Denn in den warmen Monaten müssten die Mitarbeiter das Becken täglich von Blättern und Dreck reinigen, so Brunnhuber.

Damit sich der Bauamtsleiter und die Stadträte vorstellen können, wie es aussieht, wenn das Wasser fließt, wurden im Sommer Tests durchgeführt. Die Olchinger Feuerwehr hat mehrere Pumpen mit unterschiedlicher Leistung im Brunnen installiert. „Damit man mal sehen kann, welche Pumpleistung man braucht, damit sich was bewegt, erklärt Kommandant Josef Gigl. Er selbst hatte auch immer wieder die Lache kritisiert. Schließlich soll der Brunnen auch die Amper widerspiegeln, die mit Olching eng verknüpft ist. „Und jetzt haben wir ein stilles Gewässer, wo nichts fließt.“

Für den Umbau musste der Schöpfer zustimmen

Entworfen hat den Brunnen der Künstler Dietrich Förster. Da es sich um ein Kunsthandwerk handelt, ist dessen Zustimmung bei jeglicher Veränderung nötig. Doch das sei gar nicht so einfach gewesen, sagt Brunnhuber. Schließlich habe man sich auf die jetzige Lösung, die Düsen, geeinigt. Der Einbau beginnt nächste Woche. Bis Ostern sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Gigl: „Ich bin schon gespannt drauf, was dann da abgeht.“

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