Der Wagen wurde per Kran aus dem Wasser geholt.
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Der Wagen wurde per Kran aus dem Wasser geholt.

Olching

Auto schwimmt im Mühlbach - dahinter verbirgt sich eine eigenartige Geschichte

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Ein Auto auf dem Grund des Mühlbachs hat am Mittwochvormittag ein Großaufgebot an Rettern auf den Plan gerufen. Ein Passant hatte den Wagen entdeckt und Alarm geschlagen.

Olching – Sofort rückten Polizei, Feuerwehr, die Wasserwacht und Sanitäter zum Mühlbach aus. Insgesamt waren rund 50 Helfer im Einsatz.

Ein Wasserretter untersuchte das Auto – es war leer. Die Olchinger Feuerwehr hob das Wrack mit einem Kran aus dem Wasser. Gleichzeitig suchten Helfer die Gegend und auch den Bach nach dem Fahrer ab – vergebens.

Ein Auto landete im Mühlbach.

Mit einer Drohne verfolgte die Wasserwacht die Spuren im Schnee, erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Rainer Bertram. So konnte rekonstruiert werden, dass das Auto vom Speedway-Stadion gekommen sein muss. Die Spuren führten auf den Bach zu und endeten abrupt am Ufer.

Für die Retter war die Sache ein großes Rätsel. Doch das sollte sich während der Bergung lösen. Einer der Schaulustigen meldete sich bei einer Streife der Olchinger Polizei und sagte, er sei der Fahrer gewesen. Der 33-Jährige Ungar erklärte, er sei bereits am Vortag im Kanal gelandet. Er sei in den Wald gefahren, um seine Notdurft zu verrichten. Als er wieder einstieg, sei der Wagen in den Bach gerutscht. Schwimmend habe er sich retten können. Die Polizei habe er nicht verständigen können, weil sein Handy im Auto war. Deshalb sei er nach Hause gegangen. Auf Grund von Sprachproblemen musste zuerst ein Bekannter des Fahrers und später ein Dolmetscher bei der Klärung des Sachverhalts behilflich sein, berichtet die Polizei.

Die eigenartige Geschichte veranlasste die Polizei, den Mann ins Röhrchen pusten zu lassen. Das Resultat: 0,0 Promille. Das Auto ist Schrott.

Insgesamt waren vier Streifen der Polizeiinspektion Olching, ein Rettungshubschrauber des ADAC und 18 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren und Wasserwachten aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Dachau und München eingesetzt.

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