Zehntausende von Besuchern zieht die FFB-Schau auf dem Volksfestplatz Olching in normalen Jahren an.

Olching/Fürstenfeldbruck

Darum wurde die FFB-Schau abgesagt

  • Kathrin Böhmer
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Auch die Regionalmesse für Fürstenfeldbruck und Region, die FFB-Schau, ist mittlerweile abgesagt worden. Der Geschäftsführer der Messe GmbH erklärt, warum.

Olching – Während sämtliche Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie bereits abgesagt werden mussten, hieß es bei der FFB-Schau noch lange: Sie findet trotzdem statt. Mittlerweile steht fest: Auch die Regionalmesse am Olchinger Volksfestplatz, zu der regelmäßig Zehntausende Besucher strömen und die von Josef Albert Schmid veranstaltet wird, fällt aus. Die genauen Hintergründe erklärt Wolfgang Kaufmann (63), Geschäftsführer der Ausstellungsgesellschaft des Landkreises und der Stadt Olching, im Tagblatt-Interview.

Wieso war die Entscheidung so kompliziert – war nach der Absage aller Großveranstaltungen nicht alles klar?

So einfach ist das nicht. Wir haben seit Beginn der Corona-Pandemie mit allen Beteiligten regen Kontakt und haben lange überlegt. Der Interessensverband Auma hat ein Schreiben herausgegeben, dass Messen nicht zu Großveranstaltungen zählen. Nun kann es durchaus sein, dass das in Nordrhein-Westfalen oder Thüringen gilt – in Bayern aber nicht. Das alles musste geprüft werden, die Lage war unübersichtlich. Fakt ist: Wir hätten die FFB-Schau auch mit den aktuell geltenden Hygiene- und Veranstaltungsregeln organisieren können.

Weshalb wurde sie dann abgesagt?

Die Gründe sind äußerst vielfältig. Alle Aussteller wären gerne wieder dabei gewesen, wir haben sie auch mit einer Umfrage in den Prozess einbezogen. Das Ergebnis war jedoch: Das bringt in dieser Form nichts.

Was bedeutet das denn konkret?

Die FFB-Schau lebt vom direkten, engen Kundenkontakt, vom Ausprobieren und Berühren. Man hätte außerdem immer nur in eine Richtung gehen können, möglicherweise wäre es zu Staus gekommen, Gäste hätten vor der Halle warten müssen. Bei Sonnenschein kein Problem – im Herbst kann es aber halt auch regnen und kalt sein. Hinzu kommt die unsichere wirtschaftliche Lage. Und wir als Stadt und Landkreis können schlecht alles andere verbieten und selbst die FFB-Schau trotzdem stattfinden lassen. Mal ganz abgesehen davon, dass es im September eine neue Welle geben und alles hinfällig sein könnte. Da muss man nicht sehenden Auges ins Verderben rennen. So haben jetzt alle Beteiligten Planungssicherheit. Die nächste FFB-Schau findet in zwei Jahren statt.

Wie teuer ist der Ausfall der Regio-Expo für Stadt und Landkreis?

Es gibt keine großen Einbußen für uns. Das können wir schultern.

Wird es denn so etwas wie eine Alternative geben wie bei der Wiesn oder den Volksfesten?

Nein. Wer sollte das machen? Wir können ja nicht einfach ein Kinderkarussell aufstellen. Das müsste schon ein Zelt sein und so etwas ist mit einem wirtschaftlichen Risiko verbunden.

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