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Mit einer Wärmebildkamera begibt sich die Drohne auf Suche nach Lecks im Leitungssystem

In Olching

Drohne auf der Jagd nach Fernwärme-Lecks

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Um Schäden im Olchinger Fernwärmenetz vorzubeugen, testen die Stadtwerke eine moderne Methode zur Suche nach Lecks. An diesem kreiste deshalb in den frühen Morgenstunden eine Drohne im Bereich rund um das Gymnasium und über dem Grünanger.

Olching – Xaver Lockau vom Wolfratshausener Unternehmen Air-Bavarian ist ein erfahrener Drohnenpilot. Geübt steuert er das Fluggerät auch bei Dunkelheit durch die Luft. Unfälle sollte er auch tunlichst vermeiden. Schließlich hängt an der Drohne eine hochempfindliche Wärmebildkamera, die Lecks in Fernwärmeleitungen aufspüren kann.

Am Freitagmorgen zwischen 6 und 7 Uhr startete die Drohne, um für rund eine Stunde Aufnahmen zu machen. „Wir untersuchen dabei das Fernwärmenetz rund ums Gymnasium und im angrenzenden Park“, sagt Marinus Vogl, Geschäftsführer von Air-Bavarian. Die Kamera an dem Fluggerät kann geringste Temperaturunterschiede im Boden sichtbar machen. Je heller der Kontrast im Bild, desto wärmer ist es. Ein Hinweis darauf, dass warmes Wasser aus einer Leitung ausgetreten ist.

Helle Flecken auf den Aufnahmen weisen darauf hin, dass warmes Wasser aus einem Leck austritt.

Meist wird Lockau mit seinem hochtechnischen Fluggerät bei älteren Leitungen zu Hilfe gerufen. „Bei modernen Netzen gibt es auch andere Methoden zur Überwachung“, sagt Vogl. In Olching liegt der Fall jedoch anders. Das Netz der Stadtwerke gibt es erst seit 2012, und es wird jährlich erweitert. Es ist damit sehr modern, wie Hartmut Liebig, technischer Leiter des Versorgungsunternehmens, betont.

Dass dennoch die Drohne über Olching kreist, hat einen anderen Grund: „Das ist eine günstige Lösung, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, sagt Liebig. Der Technik-Experte glaubt aber nicht, dass die Kameraaufnahmen tatsächlich Lecks zeigen. „Der Flug findet nur vorsorglich statt.“ Denn auch junge Leitungen sind nicht vor sogenannten Feuchtelecks gefeit. „Sie können zum Beispiel durch Arbeiten mit einem Bagger beschädigt werden“, erklärt Liebig.

Und nicht zuletzt dient der Flug Testzwecken. Vogl sagt, dass es letztlich bei den Stadtwerken liege, ob die Lecksuche per Drohne wiederholt wird. Liebig hält es bei erfolgreichem Test für durchaus vorstellbar, dass das Fluggerät bei Bedarf erneut eingesetzt wird. Das wäre auch im Sinne von Stadtwerke-Chef Thomas Grulke. „Das ist einfach eine kostengünstige und zeitgemäße Variante, um unser Netz zu überwachen“, sagt er.

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