Dieses Riesenrad wird sich im Juni auf dem Olchinger Volksfestplatz drehen: Das gab es schon seit mindestens 18 Jahren nicht mehr, genauer lässt s ich das laut Stadt leider nicht sagen.

Überraschung beim Bierpreis

Olching feiert: Ein Riesenrad zum Jubiläumsvolksfest

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Das Olchinger Volksfest gibt es schon seit 70 Jahren: Zum Jubiläum will die Stadt es richtig krachen lassen. Nach sehr langer Zeit steht wieder ein Riesenrad auf dem Volksfestplatz. Am Eröffnungstag spielt eine besondere Band und der Einzug ist diesmal am Samstag. Auch beim Bierpreis gibt es eine Überraschung.

Olching – Das Riesenrad war ein lange Jahre gehegter Wunsch, nun geht er in Erfüllung. Die Fahr-Attraktion, die neben dem Hupferl-Karussell ihren Platz beziehen wird, hat nostalgische Gondeln und ist 18 Meter hoch. „Das ist auch völlig ausreichend, immerhin haben manche Kinder und auch Erwachsene ja Höhenangst und würden sich sonst gar nicht drauf trauen“, erklärt Volksfestreferent Andreas Hörl (CSU) bei der Pressekonferenz im Rathaus. Und das Olchinger Volksfest soll vor allem eines sein: familienfreundlich.

„Wir haben den ursprünglichen Charakter über Jahrzehnte erhalten, bis heute ist es ein Familienfest“, bestätigt Bürgermeister Andreas Magg (SPD). Deshalb werden auch spezielle Familienpreise im Festzelt angeboten und ein bunter Mix an Fahrgeschäften – von rasant bis ganz gemütlich.

Was ist auf dem Volksfest alles neu?

Beim Jubiläumsvolksfest gibt es neben dem Riesenrad noch eine andere Besonderheit. In diesem Jahr wird der Volksfesteinzug der Vereine nicht am Freitag – dem Eröffnungstag – stattfinden, sondern am Tag darauf um 16.30 Uhr. Die Vereinsvorsitzenden haben diese Entscheidung laut Stadt begrüßt. „Das ist entspannter für alle. So muss niemand am Freitag schnell aus der Arbeit in München heraushetzen, um am Zug teilzunehmen.“ Abends wird dann die Olching Blaskapelle spielen.

Richtig Party ist am Eröffnungstag, 5. Juni, angesagt. Traditionell werden Bürgermeister und Bierkönigin das Fest mit dem Anzapfen um 18 Uhr eröffnen. Die Plätze im Zelt werden diesmal nicht voll reserviert sein, da ja der Einzug der Vereine verschoben wurde.

Besonders stolz ist Andreas Hörl auf die Hauptattraktion, also die Band, die dann ab 20 Uhr spielt: Die jungen Zillertaler. „Was man so hört, sind die sehr beliebt“, berichtet Hörl. Und: Normalerweise müssten Fans bis zu 29 Euro bezahlen, um die Österreicher zu erleben. „Bei uns gibt es das Konzert umsonst.“

Ist das Bier wieder teurer geworden?

Beim Bierpreis hat der Volksfestreferent eine Überraschung. Denn normalerweise ist wie auf der Wiesn auch auf den Volksfesten immer einer der wichtigsten Fragen: Wie viel teurer ist die Mass dieses Mal? „Das Bier wird diesmal nicht teurer“, verkündet Hörl. Die Mass gibt es wie im Vorjahr für 8,60 Euro. Die Spezialbiere wie Weißbier und Dunkles werden sogar billiger: 8,60 Euro (vorher 8,80 Euro). „Es ist der günstigste Bierpreis für den Gast im ganzen Landkreis“, erklärt Hörl. Der Einheitspreis hat außerdem einen Vorteil: Die Bedienungen können leichter abrechnen. Im vergangenen Jahr hatte sich laut dem Freisinger Festwirt Andreas Widmann neben Problemen beim Zapfen die umfangreiche Getränkekarte (mit verschiedenen Preisen) als tückisch erwiesen. Mit Bier wird immer noch am meisten Umsatz erzielt. In den vergangenen Jahrzehnten ging der Trend aber zum Alkoholfreien.

Was ist Neues für die Kinder geboten?

Auch für die jüngsten Volksfestbesucher ist wieder einiges geboten. Das Kasperltheater wird weiterhin für viele funkelnde Kinderaugen sorgen. Neu ist, dass die Vorstellung statt bisher 45 Minuten 20 Minuten dauert, dafür findet sie zweimal statt. Die Kleinen können sich am Kindertag auch über einen Zauberer freuen.

Weißbier-Karussell oder Karibik-Bar?

Das war der Aufreger im vergangenen Jahr: Statt des bei einigen sehr beliebten Weißbier-Karussells war erstmals eine Karibik-Bar („Carlos“) vertreten, die am hinteren Ende des Volksfestplatzes aufgebaut wird. Hier gibt es Biere und bunte Cocktails mit und ohne Alkohol. Auch in diesem Jahr kann man wieder Mai-Tais schlürfen. „Die Bar hat ein sauberes Geschäft gemacht. Deshalb wird es sie heuer wieder geben“, sagt Hörl. Magg fügte außerdem an, dass dies von Seiten des zuständigen Ausschusses so abgesegnet wurde.

Trotzdem heißt das nicht das endgültige Aus für das Weißbier-Karussell. „Im nächsten Jahr stehen wir dann wieder vor einer neuen Entscheidung“, so Hörl. Beides zusammen ginge schon allein aus Platzgründen nicht. „Wir sind ja auch kein Trink-Fest, sondern ein Familienfest.“

Wie sieht es mit der Kulinarik aus?

Bei der Kulinarik bleibt man sich treu. Bairisch-zünftig im Festzelt. „Wir wollen nicht auf alles, was jetzt hip ist, aufspringen. Sushi oder so“, sagt Volksfestreferent Hörl. Einen Trend hat man aber schon im Blick: Die Lebensmittel sollen aus der Region kommen. Und das Bier kommt aus Maisach und Olching.

Wer kommt am Kabarett-Abend?

Das Regionalitäts-Prinzip gilt diesmal auch für den Kabarett-Abend vor der Volksfesteröffnung. Am Donnerstag, 4. Juni, ab 20 Uhr, präsentiert Simon Pearce, der aus Puchheim stammt, sein Programm. Karten gibt es unter anderem in der Rathauskasse und der Sparkasse.

Wieder ein Wickeltisch im Männer-Klo?

Mit dem Wickeltisch auf dem Männer-Klo hat das Volksfest im vergangenen Jahr von sich reden gemacht. Und er hat sich bewährt. „Die Sorge vor Vandalismus war auch umsonst“, berichtet der Volksfestreferent. Also gibt es ihn ebenfalls wieder.

Das Volksfest

dauert vom 5. bis 14. Juni.

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