Eindruck vom Ferienprogramm auf der Kart-Bahn in Bergkirchen aus dem Jahr 2019
+
Eindruck vom Ferienprogramm auf der Kart-Bahn in Bergkirchen aus dem Jahr 2019.

Olching

Ferienprogramm künftig auch in den Herbstferien

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
    schließen

Olchinger Kinder haben in Zukunft auch in den „kleinen Ferien“ die Möglichkeit, am Ferienprogramm der Stadt teilzunehmen.

Olching –Das hat der Bildungs- und Sozialausschuss (BSA) in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen. Durch die Bank waren sich die Fraktionen einig: Das ist eine sehr gute Idee.

Die Initiative kommt von Vanessa Schäufele, die für das Ferienprogramm zuständig ist. Sie stellte den BSA-Mitgliedern zunächst ihre Bilanz vom vergangenen Jahr vor (siehe unten). Das Angebot sei diesmal wieder sehr attraktiv gewesen. Pro Tag (ohne Sonntag) hätte es über die ganzen Sommerferien im Schnitt drei Veranstaltungen gegeben. Allerdings gab es weniger Anmeldungen als 2019. „Es hatten wohl doch einige Eltern Sorge wegen Corona“, vermutete Schäufele. 2019 sei aber auch ein sehr starkes Jahr gewesen.

Corona erschwerte einiges. So konnte nicht immer jedes Kind an der Veranstaltung teilnehmen, das es sich gewünscht hat. Als Beispiel nannte Schäufele den absoluten „Renner“ des Ferienprogramms: den Hundeworkshop im Jugendzentrum (JUZ). Hierfür gab es über 70 Anmeldungen aber nur zwölf Plätze. Allerdings zeigten sich manche Familien flexibel. „Sie haben dann angerufen und konkret gefragt, wo noch etwas frei ist.“

Challenges waren beliebt

Sehr gut angenommen wurden auch die so genannten „Challenges“, die neu waren und in Eigenregie gelöst werden sollten. Eine dieser Aufgaben war es, eine Torte zu backen. Eine andere Aufgabe war, sich vor einem bestimmten Schild zu fotografieren. Coronakonform an der frischen Luft.

Nun soll es im Herbst zum ersten Mal ebenfalls ein Ferienprogramm geben, wenn auch in einer kleineren Dimension. „Vielleicht mit drei bis vier Veranstaltungen pro Woche.“ Die Fixkosten würden die gleichen bleiben. Die Ferienprogrammsoftware etwa sei ohnehin nur mit einer Jahreslizenz verfügbar. Und die variablen Kosten werden sowieso zu 70 Prozent von den Teilnehmergebühren getragen. Die Veranstaltungskosten sind mit 25 000 Euro im Haushalt kalkuliert. Eine Erhöhung sei bei der Ausweitung nicht notwendig.

Ein Argument, das etwa Vize-Bürgermeister Maximilan Gigl (CSU) besonders erfreute. Er betonte: „Wir begrüßen die Idee außerordentlich.“ Michaela Andersch-Steer (SPD) fragte nach den Kapazitäten der Vereine, die einen großen Teil des Programms stemmen. Schäufele sagte, sie wüsste von zwei bis dreien, die wollten. Alle anderen seien ziemlich ausgeschöpft. Übrigens: In den Pfingstferien wird es weiter kein Ferienprogramm geben. Diese werden nämlich für die Vorbereitung auf die Sommerferien genutzt.  gar

Das Angebot in Zahlen

Dem zuständigen Ausschuss wurden die konkreten Zahlen zum Sommerferienprogramm 2020 vorgelegt. Das ist die Bilanz im Einzelnen:

– 127 Veranstaltungen waren geplant, zwölf davon wurden abgesagt (wegen Corona/Krankheit, Wetter, Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht) – somit wurden 115 durchgeführt

– 32 Veranstalter waren dabei (Vereine, Organisationen und externe Anbieter); 29 Veranstaltungen und elf so genannte Challenges wurden durch das JUZ-Team organisiert.

– 1713 Anmeldungen gab es insgesamt, 460 Kinder haben sich zu mindestens einer Veranstaltung angemeldet, 60 Kinder konnten nicht an der gewünschten Veranstaltung teilnehmen (zum Beispiel, weil coronabedingt die Kapazitäten sehr gering waren)

– Verhältnis Buben und Mädchen ist 50/50, die meisten im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren

– Die teuerste Veranstaltung kostete 140 Euro (Tenniswoche), der Durchschnittspreis für Tages-Angebote war 7,19 Euro.

– Für neun Kinder aus armen Familien wurden die Gebühren von der Gröbenzeller Rieder-Stiftung übernommen. gar

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare