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Eine 26-Jährige attackierte in einer S-Bahn bei Olching ihre Zwillingsschwester. (Symbolbild)

Mann will schlichten

Nach Faschingszug in Olching: Frau (26) geht in S-Bahn auf Zwillingsschwester los 

Die Polizei Olching zieht eine sehr durchwachsene Bilanz nach dem Faschingszug in Olching. 15 Personen wurden verletzt. Außerdem kam es zu Beleidigungen und Sachbeschädigungen, teils auch gegen Polizeibeamte. Die Vorkommnisse im Einzelnen: 

UDPATE Donnerstag, 7. März: 

Die Feuerwehr Graßlfing zieht Konsequenzen aus den Vorkommnissen.


Update Mittwoch 10.47 Uhr: In einer S-Bahn gerieten am Dienstag nach dem Olchinger Faschingsumzug zwei Schwestern in Streit. Das teilt die Bundespolizei mit. Die beiden 26 Jahre alten Zwillingsschwestern befanden sich gegen 17.45 Uhr in einer S3 zwischen Olching und Esting. Plötzlich schlug eine der Schwestern der anderen mit der Hand ins Gesicht und gegen den Körper. Die Ursache dafür ist laut Polizei noch unklar. Doch es blieb nicht nur bei Schlägen, die Angreiferin riss ihrer Schwester zudem ein Haarbüschel aus. 

Ein 23-Jähriger griff ein und versuchte, die beiden zu trennen. Doch plötzlich hatte es die 26-Jährige auch auf ihn abgesehen: Sie attackierte den Mann ebenfalls. Der 23-Jährige klagte später über einen lockeren Eckzahn, so die Polizei. Am Bahnhof Esting nahmen sich Bundespolizisten des Streits an. Gegen die Angreiferin wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. 

Schubser endet mit Platzwunde

Gegen 18.50 Uhr ging ein 57-jähriger Eichenauer durch eine Olchinger Wirtschaft und schubste dabei einen 18-jährigen Puchheimer zur Seite. Der Puchheimer prallte mit dem Hinterkopf gegen eine Wand und zog sich eine Platzwunde am Hinterkopf zu. Bei den Beiden wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt: Der Schubser hatte 0,9 Promille Alkohol im Blut, der Verletzte über 1,7 Promille. Die Platzwunde wurde im Krankenhaus Fürstenfeldbruck verpflegt.

Werbeschild abgeschlagen

Ein 17-jähriger Dachauer schlug am Dienstag um 17.55 Uhr ein Werbeschild ab. Er wurde dabei von einem Olchinger beobachtet, der dies der Polizei mitteilte. Ein Atemalkoholtest beim 17-Jährigen ergab einen Wert von über 1,2 Promille. Der Sachschaden beträgt rund 50 Euro.

Körperverletzung in der S-Bahn

Zwei Personengruppen kamen um 16.45 Uhr in der Bahnunterführung in Streit miteinander. Ein 25-Jähriger schlug einem 16-Jährigen mehrfach mit der Faust gegen den Kopf, bis dieser zu Boden ging und mit dem Knie auf eine Glasscherbe fiel. Dabei zog er sich eine Schnittwunde zu.

15-Jähriger mit 1,7 Promille

Gegen 17.35 Uhr wurde ein 15-jähriger Münchner von Polizeibeamten dabei ertappt, wie er gegen mehrere Parkplatzschilder eines Optikers trat und diese dadurch verbog. Der Junge hatte einen Atemalkoholwert von rund 1,7 Promille. Sein Vater holte ihn auf der Polizeiinspektion Olching ab. Der Schaden beträgt etwa 30 Euro.

Bauhof-Mitarbeiter angegriffen

Am Olchinger Faschingszug kam es um 15.30 Uhr zu einer Rangelei zwischen 23-jährigen Gröbenzeller und einem 51-jährigen Mitarbeiter des Bauhofs Olching. Letzterer war gerade damit beschäftigt, die Fahrbahn zu säubern. Der Gröbenzeller drohte dem Stadtangestellten Schläge an und zerriss ihm die Jacke. Als Polizeibeamte den stark alkoholisierten 23-Jährigen zur Dienststelle und dort in die Zelle bringen wollten, leistete er erheblichen Widerstand. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige wegen verschiedener Straftaten. Ein Alkoholwert ist nicht bekannt, so die Polizei. Bei dem Gröbenzeller wurde eine Blutentnahme durchgeführt.

Polizeibeamte beleidigt

Während eines Einsatzes in einer Olchinger Gaststätte um 18.45 Uhr wurden sechs Polizeibeamte von einer 18-jährigen Althegnenbergerin mit  den Worten „Wichser“ und „Hurensöhne“ beleidigt. Sie erwartet jetzt eine Strafanzeige.

Gegen Feuerwehrauto getreten

Im Rahmen des Einsatzes beim Faschingszug trat eine 17-jährige Dasingerin mit über 1,7 Promille Alkohol im Blut gegen die Tür eines Feuerwehrfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Graßlfing. Sie wurde später beim Zug angetroffen. Die Polizei stellte ihre Identität fest. Ob am Fahrzeug Schaden entstand, muss erst noch abgeklärt werden.

Resümee der Polizeiinspektion Olching über den Faschingszug Olching

Dieses Jahr hatte die Polizei wesentlich mehr Einsätze wegen betrunkener Personen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Körperverletzungen zu bearbeiten als zuletzt. Es sei jedoch zu keinem Sexualdelikt gekommen. Ohne die Unterstützung von den Freiwilligen Feuerwehren, Beamten der Bereitschaftspolizei und des Operativen Ergänzungsdienstes Fürstenfeldbruck wäre der Faschingszug für die Beamten der Polizeiinspektion Olching nicht zu bewältigen gewesen, heißt es im Bericht der PI Olching. Die Rettungsdienste behandelten dieses Jahr 15 Patienten mit Schnittwunden und wegen übermäßigen Alkoholkonsums. Drei davon mussten ins Krankenhaus transportiert werden. Von den 15 Patienten waren vier Personen Minderjährige.

Mehr zum Olchinger Faschingszug 2019 finden Sie hier.

Eine Übersicht über Einsätze von Feuerwehr und Polizei in der Region findet sich im Blaulichtticker für den Landkreis Fürstenfelbruck.

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