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Riesen-Hüpfburg-Parcours und Scooter-Contest: Das war am Olchinger Volksfestplatz los

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Gladiator
Jetzt ist volle Konzentration und Kraft gefragt: Dieser junge Sportler hangelte sich durch den Hüpfburg-Parcours namens Gladiator. © Weber

Mit viel Engagement und Unterstützern hat der Olchinger Jugendkultur-Verein „Das Gut“ ein Familienevent auf die Beine gestellt. Die einen tobten sich auf dem Volksfestplatz in der Hindernis-Hüpfburg aus, die anderen ließen sich schminken, probierten sich am Schießstand – oder beobachteten spektakuläre Sprünge.

Olching – Wer am Samstag am Volksfestplatz vorbeikam, den erwartete ein außergewöhnlicher Anblick: der Gladiator. Laut Anbieter handelt es sich dabei um eine der aufregendsten Hüpfburg-Parcours Deutschlands. Wer sich in das 85 Meter lange aufgeplusterte Ungetüm in Schwarz-Rot hineinwagte, musste Hindernisse wie eine Kletterwand, Rampen und einen elf Meter langen Tunnel überwinden. Und das alles gegen die Zeit.

Die Teilnehmer traten in Vierer-Teams an. So wie Lutz und Frauke (sie bevorzugen die Vornamen), die mit ihren Kindern Elli (7) und Laurenz (9) an den Start gingen. „Anstrengender als gedacht“, kommentierte der Familienvater leicht außer Atem. Während Laurenz stolz darauf ist, dass er nur beim Hangeln Hilfe bekam. Mutter Frauke ergänzte: „Hat sich gelohnt, hoffentlich gibt es eine Wiederholung und toll, dass noch andere Buden organisiert wurden.“

Spektakulär: Beim Scooter-Turnier wurde den Zuschauern einiges geboten. 
Spektakulär: Beim Scooter-Turnier wurde den Zuschauern einiges geboten.  © Weber

Damit liegt sie ganz auf der Linie der Initiatoren vom noch jungen Olchinger Verein „Das Gut“. Am Morgen gab es zwar einige Startschwierigkeiten, wie zum Beispiel der unerwartet hohe Strombedarf, der den Beginn um 45 Minuten verzögerte. Auch die Hüpfburg der Stadtwerke kam nicht. Das zerrte erst an den Nerven, tat am Ende der Begeisterung aber keinen Abbruch. Vorstandsmitglied Manuela Wendler ist sich sicher, dass es eine Wiederholung geben wird. „Am liebsten jedes Jahr“, wie sie sagt. Von ihr kam auch die Idee: Wendler hatte das Ungetüm im Ruhrpott gesehen und sich sofort gedacht: „Das ist cool, das brauchen wir.“ Bei ihren Mitstreitern fand sie sofort Anklang. Seit Februar liefen die Planungen, nun war es endlich soweit.

An diesem Samstag ging es vor allem um eines: Alle sollten Spaß haben. So konnte man die schwierigeren Hindernisse in dem Parcours auch umgehen, allerdings gab es dafür eine Zeitstrafe. Statt sich beim Free-Fall fünf Meter in die Tiefe zu stürzen, konnte man eine Rutsche nehmen. Viele wagten aber den Sprung, egal ob Groß oder Klein. Der jüngste Teilnehmer war gerade einmal fünf Jahre alt, den Altersrekord hielt hingegen ein 68-Jähriger.

Aber auch abseits des Parcours sollten alle auf ihre Kosten kommen. Und so beschloss das Team von „Das Gut“, sich Unterstützung zu holen. „Es geht nur miteinander“, erklärte Wendler. Also kontaktierte Claus Bender, ebenfalls Vorstandsmitglied, Vereine in der Umgebung und konnte viele für die Aktion gewinnen.

Ein wenig Glitzer schadet nie: Der Madlverein schminkte Kinder und bastelte. 
Ein wenig Glitzer schadet nie: Der Madlverein schminkte Kinder und bastelte.  © Weber

Da war der ebenfalls noch junge Madlverein, der sich laut Vorstandsmitglied Sophia Zey neben der Brauchtumspflege auch gemeinnützig engagieren will. Die Madln boten nicht nur Kinderschminken und Glubbal-Basteln (Wäscheklammern mit Namen für’s Dirndl) an, sondern stellten auch Streckenposten ab. Die Schützen von „Gut Ziel“ Geiselbullach gewährten an einem mobilen Schießstand Einblick in ihr Hobby Für den Verein sei es wichtig, sich zu präsentieren, meinte Christian Kriegner, der zum Vorstand gehört. „Die Leute sollen wissen, was in ihrem Ort geboten ist.“

Am Schießstand: Die Schützen von „Gut Ziel“ luden Besucher zum Ausprobieren ein. 
Am Schießstand: Die Schützen von „Gut Ziel“ luden Besucher zum Ausprobieren ein.  © Weber

Auch die Initiative Skatepark, war sofort dabei. Die Truppe um Nils Vertrup (42) und Alexander Mütze (43), der sich selbst als einen Verrückten, „der sich der Wünsche der Kids angenommen hat“ beschreibt, hat den Ausbau des Skateparks angestoßen. Die Anfrage von „Das Gut“ bot ihnen die Gelegenheit, gleich ein Scooter-Turnier auf die Beine zu stellen. In vier Altersgruppen, beginnend ab sieben Jahren, zeigten die Teilnehmer spektakuläre Tricks mit ihren Rollern. Und weil man dabei auch mal unsanft landet, standen sicherheitshalber die Malteser bereit.

Wie der Rettungsdiensthelfer Jannick Winkler (21) erzählte, läuft das alles ehrenamtlich. Zusätzlich konnten Besucher ihre Ersthelferkenntnisse an einer Reanimationspuppe auffrischen und Kinder sich den Rettungswagen von innen anschauen.

Und nach so viel Action kann man schon mal Hunger bekommen. Deshalb sorgten Toni Gross mit seinem Steckerlfisch und Maiers Gastronomie für das entsprechende kulinarische Angebot.

Patrick Tietz

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