Das Olchinger Gyymnasium wird saniert. Los geht’s im September 2022. Foto: Weber
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Das Olchinger Gymnasium wird saniert. Los geht’s im September 2022.

Olching

Kreistag bestätigt Planung: Gymnasium wird von Grund auf erneuert

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Es ist fix: Das Gymnasium Olching wird ab September 2022 in nur einem Bauabschnitt innerhalb von zwei Jahren saniert. Der Kreistag gab dafür grünes Licht.

Olching – Lange war diskutiert worden: Soll das 1972 gebaute und 1977/78 erweiterte Gymnasium an der Georgenstraße im Schwaigfeld neu gebaut oder saniert werden? Und wenn Sanierung, dann schnell und teurer oder über einen längeren Zeitraum und dafür günstiger? Nun hat der Kreistag einstimmig die schnelle Sanierungsvariante gewählt – auch weil die Kosten für eine längerfristige Sanierung wohl nur vermeintlich günstiger sind.

Dass gehandelt werden muss, steht fest. Erhebliche Defizite im Bereich des Brandschutzes und gravierende Mängel bei der Dachabdichtung, der Fassade sowie dem Schallschutz hatten sich bei der Untersuchung des fast 50 Jahre alten Bauwerks ergeben. „Aufgrund der Nutzungsdauer ist das Gebäude in einem Zustand, der eine umfassende Instandsetzung erfordert“, heißt es aus dem kreiseigenen Hoch- und Tiefbauamt.

Ein Neubau hätte fast 65 Millionen Euro gekostet und auch noch einen Architektenwettbewerb mit sich gebracht. Deutlich günstiger kommt eine Generalsanierung. Variante eins sah dabei vier bis sechs Bauabschnitte von je rund eineinhalb Jahren Dauer vor. Die gesamte Sanierung hätte damit bis zu neun Jahre gedauert. Deutlich schneller geht Variante zwei: Eine Sanierung in nur einem Bauabschnitt innerhalb von zwei Jahren. In der Kostenschätzung fällt dieser mit 38,8 Millionen Euro zwar teurer als die mit 35 Millionen Euro veranschlagte längere Variante aus.

Im Kreistag war man nun jedoch der Ansicht, dass das eine Milchmädchenrechnung werden könnte. Finanzreferent Johann Thurner (FW) verspricht sich durch die zügigere Sanierung jedenfalls mehr Planungssicherheit. „Bei bis zu neun Jahren Bauzeit müssten auch mögliche Kostensteigerungen auf dem Markt berücksichtigt werden“, sagte er. Schnell könne man dann über den Kosten einer schnelleren Sanierung liegen.

Ein Meilenstein

Auch ein Neubau würde viel Vorlauf benötigen, während dem die Kostenentwicklung auch unsicher sei. Zwar ist die Kostenschätzung noch unscharf und kann auch bis zu 30 Prozent höher ausfallen. Das gilt aber für alle drei Varianten, weshalb Klaus Wollenberg (FDP) diesen Punkt nicht in seine Entscheidung einfließen ließ. Er bezeichnete die Generalsanierung als „Meilenstein in der Schulpolitik des Landkreises“.

SPD-Fraktionschef Christoph Maier empfand gar eine tiefe Genugtuung über die Grundsatzentscheidung zur Sanierung. „Es ist eine gute Entscheidung für die Olchinger Schüler.“

Die aus Olching stammende Ingrid Jaschke (Grüne) sieht in der Sanierung gegenüber einem Neubau die nachhaltigere Variante. Die gewählte Sanierungsvariante sieht eine Bauzeit von September 2022 bis September 2024 vor. Der Unterricht wird in Container verlegt, die als Provisorium auf den Außensportflächen errichtet werden. Die Nutzung der Flächen entfällt in dieser Zeit freilich. Dafür würden Schüler und Lehrer durch die Baumaßnahmen laut Kreisbauamt nur unwesentlich belastet. Die Kosten in Höhe von 6,7 Millionen Euro für das Provisorium sind in den Gesamtkosten enthalten. Zuvor hatte schon der Kulturausschuss für diese Lösung gestimmt.

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