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Kleine Reform

Olching hat beste Chancen, die neue Polizeiinspektion zu bekommen

Die Stadt Olching hat die besten Chancen auf den Standort des Neubaus der Polizeiinspektion für das künftige Dienstgebiet zwischen Gröbenzell und Egenhofen. Das berichtet der 1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet.

Reinhold Bocklet hatte als zuständiger Stimmkreisabgeordneter an das Polizeipräsidium von Oberbayern-Nord eine entsprechende Anfrage gerichtet. 

Wie Bocklet berichtet, wurden für den künftigen Standort dem zuständigen Polizeipräsidium von der Stadt Olching sowie von den Gemeinden Gröbenzell und Maisach mehrere Grundstücke angeboten. Außerdem hätten sich nach einem Aufruf der Gemeinde Gröbenzell auch einige Privateigentümer mit Grundstücksangeboten gemeldet. Im Hinblick auf die polizeilichen Zwecke präferiert das Polizeipräsidium das von der Stadt Olching angebotene Grundstück, teilt Bocklet mit.

Ihn hatte der 1. Bürgermeister der Stadt Olching, Andreas Magg, schriftlich um Unterstützung des Vorschlags seiner Stadt gebeten. Dabei handelt es sich um den Standort in Ecklage zwischen Münchner Straße und der Johann-G. Guttenberg-Straße mit der Flurnummer. 564, der für einen Flächenbedarf von ca. 3000 bis 4000 Quadratmeter geeignet ist. Neben einer zweiten Ausfahrmöglichkeit bietet das Grundstück, das gegenüber dem Autohaus Rauscher liegt, auch Spielraum für eine eventuelle Erweiterung. Da sich das Grundstück am östlichen Ortsausgang der Stadt Olching an der Staatsstraße St. 2345 befindet, habe es den Vorteil, dass es am nächsten zur benachbarten Gemeinde Gröbenzell gelegen ist und über die Staatstraße 2345 auch eine schnelle Erreichbarkeit der Gemeinde Maisach bietet. Die Stadt Olching hat inzwischen das Grundstück erworben und mit Schreiben vom 17. April 2018 dem Polizeipräsidium Oberbayern-Nord angeboten.

Um sich ein eigenes Urteil zu bilden, hat sich der Landtagsvizepräsident zunächst über die weiteren Angebote der Gemeinden Gröbenzell und Maisach sowie der Gröbenzeller Privateigentümer informiert, wobei ihn auch der 1. Bürgermeister von Maisach, Hans Seidl, um Unterstützung gebeten hat, wie Bocklet berichtet Angesichts der großen Ost-West-Ausdehnung des Inspektionsgebietes und der unterschiedlichen Besiedlungsdichte sei es verständlicherweise nicht einfach, einen alle zufriedenstellenden Standort zu finden. Dabei dürften Randlagen von vornherein ausscheiden, so Bocklet.

Wichtigstes Kriterium sei mit Blick auf die Angebote zuallererst die Größe des Grundstücks, die auch Erweiterungsmöglichkeiten bieten sollte. Dazu kommt die problemlose Verfügbarkeit des Grundstücks. Darüber hinaus sollte der Standort im Hinblick auf die Bevölkerungsstruktur eine zentrale Lage aufweisen und verkehrsmäßig so günstig gelegen sein, dass die Einwohner die neue Polizeiinspektion leicht erreichen können und die Polizeibeamten rasch zu den Einsatzorten im Inspektionsgebiet gelangen können. Legt man diese Kriterien zugrunde, kämen flächenmäßig zu kleine und periphere, aber auch innerörtliche Standorte eher nicht in Frage. Das gelte wohl für die von der Gemeinde Gröbenzell ins Spiel gebrachten Grundstücke Olchinger Straße 65, Augsburger Straße/Zweigstraße und Bahnhofstraße südlich Grüner Baum, aber auch für die von Privateigentümern angebotenen Flächen im Spechtweg, Liegnitzer Straße und Grüner Baum. Lediglich der Standort zwischen Zitzstaudenweg und Fischerweg am westlichen Ortsausgang von Gröbenzell Richtung Olching könnte von Interesse sein. Dies könnte auch beim Angebot Maisach Ost/Südseite der Fall sein.

Angesichts dieser Sachlage nehme es nicht wunder, dass das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord das Olchinger Angebot als unter polizeilichen Gesichtspunkten am besten geeigneten Standort bevorzugt. Bocklet: „Diese Entscheidung ist nachvollziehbar und könnte auch wegen der Nähe zur Gemeinde Gröbenzell akzeptiert werden. Für Maisach ergibt sich mindestens keine Verschlechterung gegenüber dem jetzigen Zustand.“

Landtagsvizepräsident Bocklet teilte diese Einschätzung auch dem zuständigen Ressortchef, Staatsminister Joachim Herrmann mit. Er nutzte sein Schreiben angesichts des flächenmäßigen Umfangs des Olchinger Grundstücks außerdem dazu, um dem Minister die Verlegung der Operativen Ergänzungsdienste (OED) von Fürstenfeldbruck, wo arge Raumnot herrscht, in den Neubau am Rande der Stadt Olching vorzuschlagen, wie dies auch vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord angedacht wird, so Bocklet. Zwar wäre die Dienststelle der Operativen Ergänzungsdienste (Einsatzzug) für den überörtlichen Einsatz vorgesehen, die damit verbundene deutliche Erhöhung der Zahl der Beamten würde aber auch durch deren Präsenz das Sicherheitsgefühl der Menschen im Landkreis stärken.

Schließlich setzt sich Bocklet in seinem Schreiben nachdrücklich für die rasche Verwirklichung des Neubaus der Polizeiinspektion Olching sowie der Verlegung der Operativen Ergänzungsdienste nach Olching ein, „so dass beide noch innerhalb der kommenden Legislaturperiode in Betrieb genommen werden könnten“. Wörtlich heißt es weiter: „Auch wenn das Vorhaben realistischerweise erst im Doppelhaushalt 2021/2022 veranschlagt werden kann, sollte umgehend mit der Immobilien Freistaat Bayern (ImBy) Kontakt aufgenommen werden, damit im Rahmen des Flächenmanagements konkrete Planungen und Gespräche zum Grundstück beginnen können und der Ankauf in die Wege geleitet werden kann.“ Nachdem ein Oppositionsabgeordneter die Krebserkrankung zweier Mitarbeiter der Polizeiinspektion Olching öffentlich in Zusammenhang mit dem baulichen Zustand des derzeitigen Dienstgebäudes gebracht hatte, was sich inzwischen als unbegründet herausgestellt hat, sollte dessen ungeachtet bald für einen Neubau gesorgt werden.

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