US-Wahl 2020: Hammer bei den Demokraten - Sanders steigt aus Wahlkampf aus

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Vor der Stichwahl wird in Olching heftig diskutiert.

Olching

Heftige Kritik an Wahl-Bündnis aus CSU und FW

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Nachdem die Freien Wähler Olching (FWO) etwa eine Woche vor der Stichwahl den CSU-Bürgermeisterkandidaten Maximilian Gigl empfohlen haben, gibt es massiven Gegenwind.

Olching –  Die heftigste Kritik kommt von der SPD – der Partei des amtierenden Bürgermeisters Andreas Magg. Fraktionsvorsitzende Marina Freudenstein und Ortsvorsitzender Ulrich Steck werfen CSU und FWO vor, die jeweiligen Kerninhalte über Bord zu werfen, nur um den Bürgermeistersessel zu erobern.

Als ein Beispiel, wo dies am deutlichsten werde, werden die Pläne für das Bahnhofsareal (Paulusgrube) genannt. Hier wären die Meinungen noch bis zum Wahltag völlig gegensätzlich gewesen. So pochten die FWO auf ein Rathaus in der Bahnhofsmitte, die CSU lehnte das rigoros ab. Völlig entgegengesetzte Positionen ebenso bei der Südwest-Umfahrung: FWO-Fraktionsvorsitzender Ewald Zachmann habe mit jahrelangen Prozess-Serien den Bau der Straße verhindert. Auf der anderen Seite gehört die amtierende CSU-Vize-Bürgermeisterin Maria Hartl zu den leidenschaftlichsten Verfechterinnen der Trasse.

Das Zitat („Für eine neue Straße, deren Wert zweifelhaft ist, wird kein Geld mehr da sein“), das die SPD im Zusammenhang mit der angespannten finanziellen Lage wegen Corona Hartl zuordnet, weist diese jedoch klar von sich. „Das habe ich nie gesagt“, erklärt die CSU-Stadträtin.

FWO-Stadtrat Zachmann kontert: „Das Statement von Marina Freudenstein strotzt vor Polemik und Widersprüchlichkeiten.“ Jeder wisse, dass SPD und CSU ihrerseits die vergangenen sechs Jahre bis zur Unkenntlichkeit zusammengearbeitet hätten. Die Mehrheit jenseits der CSU (aus SPD, FWO und Grüne) sei stets ignoriert worden. Und: „Zu Beginn haben sie die Bürgermeisterposten schön unter sich verteilt.“ Die Olchinger „große Koalition“ müsse beendet werden. Und was etwa den Einsatz im Kreistag für die Realschule, den Freudenstein ausdrücklich Magg anrechnet, anginge: Die FWO seien hier weit vor dem aktuellen Bürgermeister aktiv gewesen.

Scharfe Worte gegen die FWO äußern die Grünen. Es gebe durchaus Gründe, den Politik- und Führungsstil im Rathaus zu kritisieren – auch wegen der Missachtung anderer Mehrheitsoptionen, wie Fraktionschefin Ingrid Jaschke mitteilt. Aber: „Dass sich die FWO mit ihrer dezimierten Fraktion nun ihrerseits mit konstruierten Gemeinsamkeiten der CSU an den Hals werfen und für sich beanspruchen, was sie am politischen Gegner kritisieren, macht ihre Kritik leider völlig unglaubwürdig.“ 

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