Haushalt verabschiedet

Olching investiert vor allem in Schulen und Kindergärten

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Olchings Bürgermeister Andreas Magg (SPD) brachte es auf den Punkt: „Ein großer Haushalt für eine große Stadt.“ Der Stadtrat verabschiedete das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von rund 70 Millionen Euro – mit vier Gegenstimmen von den Grünen und der FDP. Die einen aus ökologischen Gründen, der FDP-Stadtrat aus Protest gegen die Einmischung des Staates.

Olching – Für Bürgermeister Magg stellt der Haushaltsplan eher eine Erfüllung von Pflichten dar als eine Kür, wie er sagte. Die Investitionen der Stadt kämen vor allem Kleinstkindern, Kindern und Jugendlichen zugute. „Die sind unsere Zukunft“, so Magg. Der größte Betrag fließt hier in die Grundschule Graßlfing. Diese soll einen Anbau bekommen und umgebaut werden (wir berichteten). Das schlägt 2018 mit 1,5 Millionen Euro zu Buche, 2019 und 2020 sind 12,5 Millionen Euro angesetzt. Hinzu kommen Kosten für die Containererweiterung und Straßenverlegung.

Für den größeren Teil des Gremiums war die teuerste Variante für die Schule zugleich die beste, da Verwaltung und Lehrertrakt nicht getrennt werden. Nur Ingrid Jaschke von den Grünen kritisierte: „Das lassen wir uns Millionen Euro kosten, eine andere Variante wäre auch gut gewesen.“ Magg sah das anders: Es sei eine moderne pädagogische Lösung und die Schule erfülle alle Voraussetzungen für die Ganztagesbetreuung. „Nur mit einem Sekretariat ist es heute nicht getan“, sagte der Bürgermeister.

Viel Geld fließt zudem für die Umgestaltung des Pausenhofs der Grundschule Olching (170 000 Euro). Für den Abbruch der ehemaligen Schule an der Heckenstraße sind 400 000 Euro einkalkuliert, für Kindertagesstätten und Spielplätze 263 550 Euro. Ein größerer Posten jenseits der Kinderbetreuung ist für die vier Feuerwehren vorgesehen: für Anschaffungen und Maßnahmen sind 2018 rund 500 000 Euro veranschlagt.

Bei den großen Investitionen, die anstehen, kommt eine sprudelnde Einnahmequelle gerade recht: Der Ertrag durch die Einkommenssteuer steigt stetig. Dies sei auf die Arbeitsplatzentwicklung zurückzuführen, die sich „dramatisch nach oben entwickelt hat“, erklärte Bürgermeister Magg. Für 2018 plant man mit 21, 9 Millionen Euro, was wieder einen Anstieg gegenüber 2017 bedeuten würde. Magg sprach von einer „Rekordhöhe“ von 1000 Euro pro Kopf an Steuereinnahmen.

Bei der Gewerbesteuer gibt es auch einen Zuwachs von 30 Prozent in den vergangenen drei Jahren zu verzeichnen: 2018 rechnet die Stadt mit 9,9 Millionen Euro. Magg betonte in diesem Zusammenhang auch die wichtige Rolle des Gewerbegebiets in Geiselbullach. Dank Steuern und unerwartet hoher Schlüsselzuweisungen (4,1 Millionen Euro) kann die Stadt ein Polster von drei Millionen Euro aus dem Verwaltungshaushalt aufweisen, das dem Vermögenshaushalt zugeführt wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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