Tagblatt-Leser Bernhard Reisinger hat sich die Mühe gemacht und die Situation neben der Ladesäule dargestellt.
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Tagblatt-Leser Bernhard Reisinger hat sich die Mühe gemacht und die Situation neben der Ladesäule dargestellt.

Olching

E-Ladesäule gefährlich nah an Radfahrern

  • Andreas Schwarzbauer
    vonAndreas Schwarzbauer
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Der Parkplatz an der Ladesäule an der Feursstraße in Olching ist zu schmal. Das meint zumindest Tagblatt-Leser Bernhard Reisinger.

Olching – Direkt vor der Unterführung können Fahrer ihre Elektroautos laden. Bei Autos, die den Anschluss auf der linken Seite haben, ragt allerdings das Kabel ein Stück in die Fahrbahn. Dies sei vor allem für Radler gefährlich. Um den Sicherheitsabstand von 1,50 Meter einzuhalten, müssen sie ausscheren. Wenn neben den zahlreichen Autos auch noch ein Bus unterwegs ist, werde es an dieser Stelle eng. Der Olchinger fragt sich, warum die Parklücke nicht verbreitert wurde. Zwischen Ladesäule und Bordsteinkante sei noch etwa ein halber Meter ungenutzter Platz, den die Fußgänger sowieso nicht nutzen könnten.

Die Stadt sieht allerdings keinen Handlungsbedarf. Der Parkplatz entspreche der in der entsprechenden Richtlinie vorgegebenen Breite von zwei Metern. Dass das Ladekabel in die Fahrbahn rage, sei kein Problem, denn „die Fahrspur in Richtung Unterführung ist in diesem Bereich mit vier Metern relativ breit“, so Sprecherin Martina Sohn.

Eine ausreichend breite Parkbucht hätte zudem die Verlegung der Ladesäule um 14 Zentimeter zur Folge. „Dies würde dazu führen, dass die Engstelle am Gehweg beispielsweise für Rollstuhlfahrer zu schmal wäre.“

Dass allerdings auch die Stadt die Situation nicht für ideal hält, zeigt sich an der Ladesäulen-Richtlinie der Stadt. Diese sieht vor, dass künftig „weitere Ladepunkte an Hauptverkehrsstraßen nur noch an breiteren Parkbuchten zugelassen“ werden.

Schlechte Noten beim Fahhrradtest

Beim Fahrradklimatest des ADFC liegt Olching am Ende der Rangliste. Die Stadt landete unter den Orten mit 20 000 bis 50 000 Einwohnern auf Platz 383 von 415 Teilnehmern. Das teilen die Grünen mit. Im Vergleich zu 2018 hatte sich die Note für Olching von 4,2 auf 4,4 verschlechtert. Besonders schlecht schnitt die Kommune beim Thema „Sicherheit für Radler“ ab. 34 Prozent der Befragten vergaben hier die Note 5 und 33 Prozent sogar die Note 6. Besonders stark wurden das Radeln im Mischverkehr und die Verkehrsführung an Baustellen kritisiert. Aber auch zu wenige öffentliche Fahrräder bemängelten die Befragten. Positive Punkte waren die für Radelnde in Gegenrichtung geöffneten Einbahnstraßen und die Beschilderung der Radwege. Grünen-Stadtrat Michael Maier meinte: „Auch wenn der Fahrradklimatest nicht repräsentativ ist, spiegelt er das Fahrradklima und die Unzufriedenheit beim Radfahren in unserer Stadt wider.“ san

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