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Die Ortsgeschichte war bereits ein paar Jahre nach ihrem Erscheinen vergriffen.

26 Jahre Geschichte werden nachgeholt

Olching legt Stadtchronik neu auf

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Olching - Seit fast 20 Jahren ist die Olchinger Ortschronik vergriffen. Bald soll es sie wieder geben – um die Jahre 1990 bis 2016 ergänzt, und vor allem deutlich lesefreundlicher.

Rund 400 Seiten umfasst die aktuelle Chronik der Stadt Olching, wobei von aktuell keine Rede sein kann. Denn das Buch mit dem grünen Schutzumschlag, das 1994 erschienen ist, beschreibt lediglich die Olchinger Historie bis 1990. „Dabei ist in den 1990er-Jahren vieles passiert, was für die Stadt wichtig ist“, so Stadtsprecherin Julia Henderichs. Zum Beispiel sei die Städtepartnerschaft mit Tuchola in Polen entstanden, und auch die ersten Schritte in Richtung Südwest-Umgehung sowie Entwicklung der Paulusgrube fallen in diese Zeit.

Diese Großprojekte sind mitunter der Grund, warum es nur eine einzige Auflage der Chronik gibt. Denn man wollte immer warten, bis diese Vorhaben realisiert sind, und dann diese Zeit ergänzen, so Henderichs. Dementsprechend gibt es die Idee, die Ortsgeschichte neu aufzulegen schon seit etlichen Jahren. Und auch die Nachfrage sei groß, sagt Henderichs. „Immer wieder erkundigen sich Bürger im Buchladen und bei der Verwaltung, ob die Chronik noch erhältlich ist.“ Geht es nach den Plänen des Rathauses, kann man das in rund einem Jahr bejahen. Zum Dezember 2017 soll die überarbeitete Chronik zu kaufen sein.

Die neue Chronik soll - trotz mehr Stadtgeschichte - nicht dicker werden

Wesentliche Änderung ist der Aufbau. So wird die Geschichte der Stadt nicht mehr in Kapitel zu bestimmten Themen untergliedert, sondern etwas chronologischer dargestellt sein, erklärt Henderichs. „Das ist dann wesentlich lesefreundlicher und weniger sperrig.“ Etliches werde auch gekürzt, wie zum Beispiel die Auflistungen der Besitzer verschiedener Anwesen. „Die neue Chronik soll nicht viel dicker werden“, sagt Henderichs. Geplant seien etwa 500 Seiten.

Die bestehenden Texte werden überarbeitet. Dafür verantwortlich ist der Historiker Tobias Weger, der bereits bei der derzeitigen Chronik mitgearbeitet hat. Die Passagen von 1990 bis 2016 übernimmt die Autorin Petra Neumaier. Darüber hinaus wird das Layout neu gemacht, Bilder werden ausgetauscht und neue Aufnahmen kommen hinzu.

Eine Quelle ist das Archiv des Olchinger Fotografen Fritz Scherer

Als Quelle dient unter anderem das Archiv des Olchinger Fotografen Fritz Scherer, das mittlerweile im Besitz der Stadt ist. „Und wir haben auch alle Zeitungsartikel gesammelt, die über Olching geschrieben worden sind“, erklärt Henderichs. Darüber hinaus werde auch im Staatsarchiv und in anderen Archiven recherchiert.

Wie viel die Neuauflage kosten wird, steht noch nicht fest. Wie die derzeitige Chronik soll auch die neue mithilfe von Sponsoren finanziert werden. Bürgermeister Andreas Magg sei es wichtig, dass das Buch zu einem erschwinglichen Preis erhältlich sei. „Wir gehen derzeit von einem Maximalpreis von 30 Euro aus“, sagt Henderichs. Wie hoch die Neuauflage sein wird, ist noch unklar. Das hänge von den Produktionskosten ab. „Wir planen derzeit mit ein paar tausend Stück.“

ed

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