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Haben eine Menge Spaß auf der Bühne: Die Wild Magnolia Mariachis. Nun steht die aus Olching stammende Band im Süddeutschland-Finale des weltweiten Nachwuchs-Bandwettbewerbs Emergenza. 

Bandwettbewerb

Magnolia Mariachis kämpfen um Einzug ins Weltfinale

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Mangelnde Bühnenerfahrung kann man den Wild Magnolia Mariachis kaum vorwerfen. Seit 1997 – mit Unterbrechung – macht die aus Olching stammende Band Musik. Trotzdem steht sie nun im Süddeutschland-Finale des weltweiten Nachwuchs-Bandwettbewerbs Emergenza im Münchner Backstage.

Olching – Dort spielen die Musiker um einen Auftritt beim Weltfinale auf dem Taubertal-Festival. Tagblatt-Mitarbeiter Andreas Daschner hat mit Sänger und Gitarrist Christian „Sudi“ Sudendorf dem einzigen Profimusiker der Band, gesprochen.

Sudi, ihr seid erstmals beim Emergenza-Wettbewerb dabei. Wie kam es dazu?

Unser Mundharmonika-Spieler Manito hat uns dort angemeldet. Für mich als Profimusiker war es erst ein bisschen peinlich, auf dem Nachwuchswettbewerb zu spielen. Aber die Konzerte haben großen Spaß gemacht. Und auch das Süddeutschland-Finale wird sicher eine tolle Sache.

Gegründet wurden die Wild Magnolia Mariachis ja mehr oder weniger aus einer Laune heraus.

Ein Kumpel hat damals Geburtstag gefeiert und brauchte eine Rock’n’Roll-Band. Er hat aber keine gefunden, darum haben wir gesagt, dass wir einfach eine gründen. Wir haben zehn Coverversionen eingespielt. Das kam dann so gut an, dass wir weitergemacht haben – zumal es dann auch noch zu einer kuriosen Situation gekommen ist. Damals stand der Veranstalter des Rolling Thunder Festivals im Publikum, das es früher in Moorenweis gegeben hat. Der hat uns gebucht. Die Bühne dort war aber recht groß, deshalb haben wir noch drei Bläser in die Band aufgenommen.

Eine neunköpfige Rockband gibt es eher selten. Wie wurdet ihr letztlich so groß?

Wir sind im Prinzip alles alte Schulfreunde. Irgendwann kam dann noch unser Keyboarder Mosquito dazu. Manito hat bei uns als Bassist angefangen, ist dann aber auf die Mundharmonika umgestiegen. Deshalb haben wir einen neuen Bassisten gesucht. Wir haben aus einem Posten quasi zwei gemacht.

Von 2002 bis 2011 hat man nichts von euch gehört. Was war da?

Die Musiker waren zwischendurch mal in alle Winde zerstreut. Ich selbst hatte zudem auch Probleme mit meiner Hand, weil ich als Profimusiker viel gespielt habe, unter anderem in der Hausband des Titty Twister im Kunstpark Ost. Vor fünf Jahren haben wir dann aber aus Spaß mal wieder geprobt. Und das ist so gut gelaufen, dass es uns jetzt wieder gibt.

Ihr seid schon alte Hasen im Musik-Business. Habt ihr damit gerechnet, ins Süddeutschland-Finale einzuziehen?

Eigentlich hatte ich mit gar nichts gerechnet. Uns war aber natürlich schon klar, dass wir spielen können. Beim Emergenza spielen viele unterschiedliche Bands – von totalen Anfängern bis zu richtig guten Combos. Ich glaube, dass es in der nächsten Runde so richtig interessant wird.

Was ist euer Ziel? Glaubt ihr, dass ihr es zum Taubertal-Festival schafft?

Man spielt dort ja nicht auf der großen Festival-Bühne, sondern in einem eigenen Zelt von Emergenza. Trotzdem wäre es natürlich eine schöne Geschichte, dort zu spielen. Aber realistisch gesehen mache ich mir keine Hoffnungen auf den Auftritt oder den mit dem Sieg verbundenen Plattenvertrag.

Warum nicht?

Auch wenn es bei Emergenza immer heißt, dass alle die gleiche Chance haben: Als neunköpfige Band, bei der alle Mitglieder über 40 Jahre alt sind, bekommt man in der Regel keinen Vertrag mehr. Auch als Classic-Rockband hat man es schwerer. Die Konkurrenz beim Süddeutschland-Finale ist einfach jünger und moderner. Wir hoffen einfach mal, dass der eine oder andere Veranstalter im Publikum ist, der uns für Konzerte bucht.

Eure letzte selbst aufgenommene CD war „Boogie Indians“. Gibt es Pläne für eine Neue?

Wir gehen demnächst wieder ins Studio. Wir haben tonnenweise Material, wir könnten sogar eine Doppel-CD aufnehmen. Mal sehen, was draus wird.

Die Band

Mit ihrer neunköpfigen Besetzung bringen die Wild Magnolia Mariachis eine ganz eigene musikalische Mischung auf die Bühne. Die Band verbindet Boogie mit ein wenig Südstaatenrock, einer Prise Rockabilly und Soul. Damit begeisterte sie zuletzt bei der Gröbenzeller Musiknacht. Und damit haben es Sänger und Gitarrist Sudi, Gitarrist Tito, Bassist Roque, Keyboarder Mosquito, Schlagzeuger Christos, Mundharmonika-Spieler Manito sowie das Bläsertrio Angelica, Walter und Olli nun auch ins Süddeutschland-Finale des Emergenza-Bandwettbewerbs geschafft. Am Samstag, 8. Juli, stellen sich die Wild Magnolia Mariachis ab 19.30 Uhr im Münchner Backstage der Konkurrenz von zwölf Bands. Karten für 15 Euro kann man online unter www.emergenza.net buchen.

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