+
Szene vom Starkbierfest 2017.

Olching

Starkbierfest-Karten schon vor öffentlichem Verkauf vergriffen

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
    schließen

So sicher wie das Olchinger Starkbierfest seit 40 Jahren nach dem Fasching ansteht, so gewiss kommt immer wieder Ärger über den Ticketverkauf auf. Heuer aber ganz besonders:

Olching –  Ein enttäuschter Olchinger hat sich beim Tagblatt gemeldet, weil es diesmal schon beim öffentlichen Vorverkauf am Dienstag keine einzige Karte mehr gab. „Das ist wirklich ein Skandal“, wie er schreibt. Am Kolpingheim hing ein Zettel, der auf den Umstand hinwies. Und außerdem auf die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen.

Für viele eine Enttäuschung: Beim öffentlichen Kartenvorverkauf für das beliebte Olchinger Starkbierfest war nur noch die Warteliste eine Option.

Wie Organisator Karlheinz Frey bestätigt, war der Ansturm diesmal so groß wie nie zuvor. „Wir wurden heuer überrannt“, berichtet Frey. Dabei hatten die Organisatoren von der Kolpingfamilie eher das Gegenteil befürchtet. Nämlich, dass viel weniger kommen werden – wegen Corona. Aber nun waren die Tickets bereits beim Vorverkauf für die Mitglieder der Kolpingsfamilie weg. Frey hat eine Vermutung: „Möglicherweise liegt das an der anstehenden Kommunalwahl.“

Die Kolpingsfamilie, der Veranstalter, habe 300 Mitglieder und jedes davon hat ein Vorkaufsrecht auf vier Karten. Bislang sei man mit dem Kontingent gut klar gekommen. Auf der Warteliste seien um die 20 Interessenten gelandet, diese hätte man meistens noch bedienen können. Zum Beispiel, weil Leute abgesagt haben. Diesmal sind über 800 Karten vergriffen – rund 70 Leute landeten auf der Warteliste.

Dass die Mitglieder einen Vorteil haben, hat einen Hintergrund: Es gab nämlich schon Riesen-Ärger, weil es für die Mitglieder der Kolpingsfamilie keine Karten mehr gab. Viele helfen ehrenamtlich mit, allein beim Aufbau sind laut Frey um die 50 Leute beschäftigt. Es wird niemand bevorzugt: Sogar die Ehefrauen des achtköpfigen Autorenteams bezahlen ihre Karten, sagt Frey.

Bleibt für die Zukunft also nur, die mögliche Zahl der Besucher zu erhöhen. Allerdings: „Wir würden gerne die Sitzplatzkapazität erhöhen, aber das ist nicht so leicht.“ Denn da hängen Dinge wie Fluchtwege beziehungsweise Brandschutz dran – und somit kostspielige Pläne von Architekten.   

Das war unser Bericht über das Starkbierfest im vergangenen Jahr.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

18-Jährige gerät mit Stand-Up Paddle in Stromschnelle - schwer verletzt gerettet
Schrecklicher Badeunfall auf der Amper bei Grafrath: Eine 18-Jährige aus dem Landkreis geriet mit ihrem Stand-Up Paddle in eine Stromschnelle und ging unter. Sie wurde …
18-Jährige gerät mit Stand-Up Paddle in Stromschnelle - schwer verletzt gerettet
Weil Nachbar den Smoker anwirft - Brandgeruch im Klinikum
Brandalarm im Klinikum: Was nach einem Großeinsatz aussah, war am Ende nur das Ergebnis eines späten Grillabends.
Weil Nachbar den Smoker anwirft - Brandgeruch im Klinikum
Sie sind alten Wegen auf der Spur
Wege haben die Menschen zu allen Zeiten verbunden. Die meisten davon sind allerdings in Vergessenheit geraten. Ulrich Bähr aus Schöngeising will möglichst viele alte …
Sie sind alten Wegen auf der Spur
Mehr Platz für Räder am Fürstenfeldbrucker Bahnhof
Der Brucker Bahnhof soll für Radfahrer attraktiver werden. Nicht nur durch mehr, sondern auch modernere und sicherere Abstellmöglichkeiten. Und das auch noch für wenig …
Mehr Platz für Räder am Fürstenfeldbrucker Bahnhof

Kommentare