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Der Aufbau zum Volksfest läuft.

Olchinger Volksfest

Moderner Fahrspaß trifft auf viel Tradition

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Bier von der örtlichen Brauerei, ein zünftiger Abend und bayerische Schmankerl: Heuer setzt das Olchinger Volksfest ganz auf Tradition. Doch die Besucher erwarten auch neue Fahrgeschäfte – damit der Nervenkitzel nicht zu kurz kommt.

Olching – Eine Attraktion des diesjährigen Volksfestes ist schon von Weitem zu sehen, vor allem bei Dunkelheit. „Wenn man am Platz vorbei fährt, dann fragt man sich, ob’s heuer auf dem Volksfest einen Baukran gibt“, scherzt Volksfestreferent Andreas Hörl. Doch die blau-weißen Balken, die gut 45 Meter in den Himmel ragen, gehören natürlich nicht zu einem Kran, sondern zu einem Fahrgeschäft: dem XXL Höhenrausch, einer riesigen Schaukel. „Das ist eine Besonderheit in Olching“, so Hörl.

Auf der anderen Seite des Platzes steht mit dem X-Racer ein weiteres großes Fahrgeschäft. Dabei handelt es sich um eine kleine Achterbahn, ähnlich der „Wilden Maus“ auf der Wiesn.

Trotz der modernen Fahrgeschäfte setzt man in Olching aber heuer verstärkt auf die Tradition. So gibt es erstmals einen Bayerischen Abend. „Wir haben immer viele Partybands, die vor allem junge Leute anlocken“, erklärt Hörl die Idee, die dahinter steckt. „Heuer wollen wir auch etwas für das mittlere Alter anbieten.“ In Olching lege man viel Wert auf Familien, Vereine und Tradition.

Hoch und rasant: In 45 Metern Höhe können die Besucher des Olchinger Volksfestes heuer mit dem XXL Höhenrausch schaukeln. 

Deshalb wird es am Sonntag, 11. Juni, ab 17 Uhr richtig zünftig im Festzelt. Goasslschnalzer treten auf, der „Bayerische Hias“ gibt Gstanzl zum Besten und die Blaskapelle Olching spielt. „Die hat extra einen Zwiefachen und eine Polka einstudiert“, erzählt der Volksfestreferent. Wer möchte, kann also auch vor der Bühne tanzen. Zudem gibts Brezn und Käse zum halben Preis im Festzelt.

Beim Essensangebot setzen die Olchinger ebenfalls auf Traditionelles. Einen mongolischen Feuertopf wie in Bruck oder einen Döner wird man in Olching vergeblich suchen. „Da gibt’s keine Experimente“, erklärt Hörl. Es sei ihm wichtig, dass es nur bayerische Schmankerl gebe.

Eine Premiere in punkto Kulinarik ist heuer, dass das Bier von zwei Brauereien kommt. Die Maisacher Brauerei liefert das Festbier – ein Räuber-Kneißl-Festmärzen – und Dunkles. Die Olchinger Baumanufaktur sorgt für das Olchinger Lokalkolorit. Erstmals präsentiert die Brauerei ihre neue Weißbierspezialität, die Olchinger Weiße. Zudem wird es an mehreren Stellen, wie beispielsweise der Bar im Festzelt, auch das Olchinger Natur hell geben.

Wie bei anderen Veranstaltungen, wurde auch in Olching das Sicherheitskonzept überarbeitet. Neben Betonpollern, die die Hauptzufahrten versperren, wurde auch die Fluchtweg-Situation verbessert. Rund um das Bierzelt darf nicht mehr geparkt werden, weitere Poller sollen verhindern, dass die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge in der Toni-März-Straße zugeparkt werden, berichtet Hörl.

Darüber hinaus gibt es Taschenkontrollen am Eingang. „Die werden zielgruppenorientiert und situationsbezogen durchgeführt“, so der Volksfestreferent. So wolle man verhindern, dass zum Beispiel Pfefferspray und Silvesterböller aufs Festgelände gelangen.

Zum ersten Mal wird heuer auch eine Umfrage unter den Volksfestbesuchern durchgeführt, um Zufriedenheit und mögliche Verbesserungsvorschläge abzuklopfen. „Wir wollen aber auch erfahren, mit welchem Verkehrsmittel die Besucher kommen, wie viel Geld sie für was ausgeben und mit wem sie kommen“, erklärt Hörl. Mit den Ergebnissen rechnet er vier Wochen nach Ende des Festes.

Er selbst wird morgen nicht am Festzug teilnehmen – zum ersten Mal seit zehn Jahren. Hörl ist beruflich verhindert. „Ab Samstag bin ich dann aber da“, sagt er.

Von Eva Strauss

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