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Das berühmte Haus in der Rebhuhnstraße: Seit 17 Jahren sorgt der gebürtige Österreicher für Weihnachtszauber.

Olchinger musste seinen Traum abstellen

Nachbarn beschweren sich über verrücktes Weihnachtshaus mit Musical: Gibt es nun doch Happy End?

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Manfred Piringer, 55, aus Olching hat sich ins Weihnachtsfest verliebt. Jedes Jahr beleuchtet er sein Haus und denkt sich ein Musical mit Schneemann und Christkind aus. Dann schaltete er ab. Nun gibt es eine Wende.

  • Alle Jahre wieder leuchtet in Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) ein Weihnachtshaus
  • Seit 17 Jahren ist das Haus mit 30.000 Lichtern von Manfred Piringer (55) eine Weihnachts-Attraktion 
  • Die Weihnachtshaus-Institution stand vor dem Aus. Nun gibt es eine Wende.

Update, 17. Dezember: Olchin g – Fast wären es traurige, richtig traurige Weihnachten für Manfred Piringer, 55, geworden. Seit Jahren beleuchtet der Kameramann sein Haus mit 30.000 Lichtern, LED-Rentieren und bunten Schneemännern. Piringer ist der ungekrönte Weihnachtshaus-König von Olching im Kreis Fürstenfeldbruck, heuer führt er sogar ein Weihnachtsmusical im Vorgarten auf. 

Doch als sich letzte Woche Nachbarn über den Lärm beschwerten, zog er den Lichtern den Stecker. Er war todunglücklich und auch ein bisschen grantig, dass seine Weihnachtskunst nicht geschätzt wird. Jetzt hatte der gebürtige Österreicher allerdings einen Geistesblitz, wie er sein tongewaltiges Musical weiter bis zu zwei Mal am Tag aufführen kann. „Ich habe 30 Kopfhörer gekauft“, sagt Piringer, „die haben ein Mordsgeld gekostet.“ Aber das ist es ihm wert. 

Die erste Aufführung mit der neuen Technik ist am Donnerstag um 17 Uhr. Kurz vor Showbeginn bekommen die Gäste die Kopfhörer ausgeteilt. „Jeder kann die Lautstärke dann selbst einstellen“, sagt Piringer. Jeder kann das Musical so laut hören wie er will. Und auch mit den Nachbarn gab es ein klärendes Gespräch. „Es sind Tränen geflossen“, sagt Piringer. Alle Streitigkeiten sind erst mal ausgeräumt. „Für mich ist das alles ein Weihnachtswunder“, sagt er. „Die Show geht weiter.“ Immer weiter, bis das Christkind kommt.

Nachbarn beschweren sich über verrücktes Weihnachtshaus mit Musical: Gibt es doch noch ein Happy End?

Ursprungsmeldung vom 12. Dezember:  Olching – Heuer geht Manfred Piringer, 55, auf Nummer sicher, was die Lautstärke angeht. Er hat eine neue Anlage gekauft und die Boxen großflächig in der Einfahrt verbaut. Wenn er den Regler aufdreht, hört es sich an wie im Kino mit Rundumklang. Aber wir sind mitten in Olching, Kreis Fürstenfeldbruck, Rebhuhnstraße, direkt im Wohngebiet. Direkt im Freien. „Ich hab’ jetzt überall Sound“, sagt Piringer und deutet auf seine Lautsprecher. „Jetzt kann man nicht mehr reinquatschen.“ Keiner stört seine Lichter-Show. Nie mehr.

Das alles passiert letzte Woche bei unserem Besuch. Piringer, ein Mann mit grauem Vollbart, Bäuchlein, Brille auf der Nase und dem Weihnachtsfest im Herzen, lacht. Er sagt: „Das alles wäre nicht möglich ohne die tolle Nachbarschaft.“ Es ist ein Ort der Glückseligkeit. Damals zumindest. Denn in wenigen Tagen droht eine Katastrophe. Aber dazu kommen wir später. Den Herzschmerz heben wir uns auf.

Weihnachtshaus: LED-Rentiere und Blink-Eichhörnchen sorgen für Magie

Der gebürtige Österreicher ist eine Weihnachtshaus-Institution. Seit 17 Jahren beleuchtet er jetzt schon so. Er hatte schon Gäste aus Dachau, Augsburg und Amerika, erzählt er. Die Amerikaner sind nicht seinetwegen eingeflogen. Zumindest nicht ausschließlich. Aber sie mussten dieses Haus einfach sehen. 30.000 Lichter hat er im Einsatz, alles computergesteuert. Wahrscheinlich ist es einfacher, ein Atomkraftwerk am Laufen zu halten, als diese wilde Kombination aus Schneemännern, LED-Rentieren, aufblasbaren Nussknackern, Weihnachtspinguinen, beleuchteten Fliegenpilzen und Blink-Eichhörnchen.

Weihnachts-Show im Vorgarten

Aber Piringer illuminiert nicht nur seinen Vorgarten, das machen ja viele. Er führt ein Weihnachtsmusical auf, Dauer: 35 Minuten. Mit zwei Showzeiten an manchen Tagen, 17 Uhr und 18.30 Uhr. Das Musical heißt: Sim Sala Bim. „Es ist sozialkritisch“, sagt Piringer, während er letzte Woche mehrere lebensgroße Puppen durch die Gegend wuchtet. Heuer dreht sich alles um die kleine Michelle, die Magierin werden möchte und sich dazu im Wald mit einem Unbekannten trifft.

Michelles Mama findet das natürlich gruselig, weil die Kleine eh schon einige Schicksalsschläge an der Backe hat. „Ihr Vater war Zauberer. Er ist bei einem chinesischen Wasserfolterzellentrick ums Leben gekommen“, sagt Piringer und deutet auf eine Puppe, die auf dem Balkon im 1. Stock kopfüber in einem Glasgefäß hängt. Die Puppe ist der Papa. Der tote Papa.

Dann macht Piringer Soundcheck, in einer halben Stunde ist Aufführung. Die neuen Lautsprecher knallen gut rein. Piringer muss jetzt extra laut reden. Er sagt: „Ich habe Ideen im Kopf, die haben Hollywood-Niveau.“ Aber die kann er hier in Olching nicht verwirklichen. Deswegen sagt er sich Jahr für Jahr: „Burschi, bleib am Boden.“

„Ich bin ein Träumer.“ Manfred Piringer inmitten seines beleuchteten Gartens, in dem sich Schneemänner, Fliegenpilze und Pinguine treffen. 

Weihnachtszauber auf Hollywood-Niveau 

Das macht er dann auch. Am Boden bleiben. Aber nur ein bisschen. Denn er zaubert regelmäßig eine Show in den Vorgarten, die 99 Prozent der Laienbühnen in diesem Land vor Neid erblassen lassen. Er braucht das ganze Jahr, um sein Musical zu entwickeln. Piringer schreibt das Drehbuch, er geht mit Sängern ins Tonstudio, um die Lieder aufzunehmen, die er dann Abend für Abend vom Band abspielt. Er muss die Beleuchtung warten, Puppen aufbauen, und er hat selbst natürlich auch Hauptrollen. Er spielt den Mond, den Hasen, einen Schneemann, der Snowy heißt, und das Christkind.

„Ich wollte seit meiner Kindheit Filme machen“, sagt Piringer. Aber das mit der Karriere hat nie geklappt, zumindest nicht richtig. Im echten Leben arbeitet er als Kameramann bei einem Verkaufssender. Einer seiner Lieblingsfilme heißt „The Greatest Showman“, der größte Unterhalter von allen. Es ist die Biografie eines Zirkuspioniers aus armen Verhältnissen, der immer an seine Träume glaubte. „Wenn Sie den Film sehen“, sagt Piringer, „dann merken Sie: Das bin ich. Also nein, aber irgendwie doch.“

Das berühmte Haus in der Rebhuhnstraße: Seit 17 Jahren sorgt der gebürtige Österreicher für Weihnachtszauber.

Hollywood hat die Geschichte mit Hugh Jackman verfilmt. Piringer arbeitet mit kleineren Mitteln. „Mein Schneemann würde ohne Gequietsche hochfahren, wenn ich mehr Geld hätte“, sagt er, während er die ersten Eltern begrüßt, die mit ihren Kindern kommen. Eine Mutter fragt: „Dürfen wir fotografieren.“ Piringer antwortet: „Dafür machen wir das ja hier.“

Vom Inneren des Hauses beobachtet ein Huhn, wie sich die Einfahrt füllt. Das Huhn heißt Hutschemutsch. „Es war ein Experiment“, sagt Piringer, „ob Eier im Supermarkt befruchtet sind.“ Ergebnis: sind sie. Er hat das Ei in Fürstenfeldbruck gekauft und es in einen Brutautomaten gesteckt. Irgendwann ist Frau Hutschemutsch geschlüpft.

Piringer ist eine Wundertüte. Er hat ein Huhn, er liebt Weihnachten, er testet hobbymäßig Freizeitparks und er wollte selbst mal so einen Park in Österreich eröffnen, aber es fehlte Geld. Eigentlich ist er selbst ein Musical. Ein bisschen Drama, ein bisschen Glitzer und man weiß nie, was ganz am Ende passiert.

Weihnachtshaus in Olching: Manchmal kommen zwei Zuschauer, manchmal 20

Alleine der Aufbau jeder Show frisst Stunden, manchmal kommen zwei Zuschauer, manchmal 20. Der Eintritt ist frei, aber man kann spenden. „Ich habe öfter ans Aufhören gedacht“, sagt er. „Vor allem, wenn die Zuschauer der Geschichte nicht folgen und Kochrezepte austauschen.“ In der letzten Reihe hat er zuletzt ein Aufmerksamkeitsdefizit festgestellt. Die Eltern haben ihre Kinder nach vorne geschoben – und sich dann unterhalten. Deswegen hat er die Lautsprecher installiert. Zur Not zwingt er seine Gäste zu ihrem Vorweihnachtsglück.

„Ich bin ein Träumer“, sagt Piringer. „Obwohl ich immer wieder einen auf den Kopf krieg.“ Manche schimpfen über die Energiepreise und über die Lichter. „Vor allem jetzt mit diesem Klimawandel-Hype, wo man gar nichts mehr darf.“ Piringer will sich Weihnachten jedenfalls nicht verderben lassen. Vielleicht zwölf Gäste stehen in seiner Einfahrt. Ein Gong ertönt. Er lässt das Band laufen. „Heute wird es etwas magisch“, tönt es aus den Lautsprechern. Es ist die Stimme von Piringer.

„Das Weihnachtshaus hat den Stecker gezogen.“

Er weiß es zu diesem Zeitpunkt noch nicht – aber es ist eine seiner letzten Shows. Donnerstag sagt er am Telefon: „Das Weihnachtshaus hat den Stecker gezogen.“ Nachbarn haben sich über den Lärm beschwert. Piringer hat sich immer geschworen, dass er aufhört, sobald Kritik aufkommt. Olchings größter Showman aller Zeiten schickt sich selbst in den Ruhestand. Man kann es kaum glauben. „Das Haus war mein Kind“, sagt er. „Und jetzt wird mir das Herz aus dem Leib gerissen.“ Die Entscheidung ist endgültig, fast endgültig. „Außer“, sagt er, „es passiert noch ein Weihnachtswunder.“

Weihnachtszeit ist Lichterzeit. In ganz Bayern funkeln und blinken abends die Häuser. In Ottenhofen (Kreis Erding) steht ein Haus mit einer ausgefallenen Weihnachtsdekoration, wie Merkur.de* berichtet.

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