+
So einen dicken Brocken würde Florian Winklhofer auch gerne aus dem vereinseigenen Teich ziehen. Doch die Suche nach einem Gewässer ist schwierig.

Teiche sind schon verpachtet

Olchinger Fischer finden kein Gewässer

Olching – Der noch sehr junge Fischereiverein Olching sucht dringend einen Teich zum Fischen. Seit der Gründung im April bemühen sich die Sportler um ein Vereinsgewässer – bislang allerdings ohne Erfolg.

„Unsere Gründung ist in eine Zeit gefallen, als die Kommunen ihre Pachtverträge bereits neu geschlossen hatten“, sagt der Vorsitzende Florian Winklhofer. Deshalb sind die Bewerbungen bislang auch alle im Sand verlaufen. Besonders bitter: Die Verträge laufen in der Regel zehn Jahre – die gesetzlich vorgeschriebene Mindestlaufzeit. „So lange müssen wir warten, bis die interessanten Gewässer wieder zur Verpachtung stehen“, erklärt Winklhofer.

Ganz ohne Gewässer muss der Verein aber nicht auskommen. Aus steuerlichen Gründen wurden zumindest drei kleine Weiher gepachtet. Ohne diese Pachtausgaben könnte das Finanzamt den Verein als gewinnorientiert einstufen. Die Gemeinnützigkeit wäre dann futsch, der Verein würde steuerpflichtig. 

Kommunale Gewässer stehen erst in frühestens zehn Jahren zur Verfügung

Doch das Ganze hat einen Haken. „Die Weiher sind für unsere mittlerweile 27 Mitglieder viel zu klein“, sagt Winklhofer. Ökologisch sinnvolles Fischen mit der damit verbundenen Hege und Pflege des Fischbestandes sei dort nicht möglich. 

Die 14 Gründungsmitglieder und einige Neumitglieder können sich noch anderweitig behelfen: „Wir sind Mitglieder in mehreren anderen Vereinen und können in deren Gewässern fischen.“ Doch dieses Glück haben nicht alle. Eine gute Handvoll Neumitglieder gehören nur dem Olchinger Club an. Die warten nun darauf, dass sie ein Gewässer bekommen. 

Ein Gewässer in der Heimatstadt wäre den Fischern am liebsten

Da die kommunalen Seen, Weiher und Flussabschnitte aus genannten Gründen erst wieder in einer Dekade zur Verfügung stehen, hoffen die Olchinger Fischer nun darauf, dass eine Privatperson ein Gewässer zur Verfügung stellt. Der Verein würde hierfür nicht nur die Pacht bezahlen, sondern auch den Fischbesatz übernehmen und das Gewässer sowie das zugehörige Grundstück pflegen – inklusive Zuschnitt der Sträucher oder Pflege der Grünflächen. Auch eine Kooperation ist für den Olchinger Club denkbar – etwa mit einem Verein, der unter Mitgliederschwund leidet und für den die Bewirtschaftung eines Gewässers deshalb schwierig geworden ist. 

Am liebsten wäre den Olchinger Fischern natürlich ein See oder Weiher nahe ihrer Heimatstadt. Schließlich wurde der Verein gegründet, damit die Mitglieder nicht mehr zu den teils weit entfernten anderen Vereinen fahren müssen, bei denen sie Mitglied sind. 

Wer ein passendes Gewässers in und um Olching besitzt und dieses an den Verein verpachten würde, kann sich bei Winklhofer per E-Mail an info@fv-olching.de melden. Weitere Infos zum Verein gibt es im Internet auf der Seite www.fv-olching.de.

von Andreas Daschner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Feuer wütet in der Nacht: Hausbewohner retten sich ins Freie
In der Nacht auf Samstag brach im zweiten Stock eines Wohnhauses in Fürstenfeldbruck Feuer aus. Die fünf Bewohner des Gebäudes konnten sich gerade noch ins Freie retten, …
Feuer wütet in der Nacht: Hausbewohner retten sich ins Freie
Neuer Wertstoffhof
Der kleine Wertstoffhof wird verlegt. Der neue Standort liegt, wie vom Moorenweiser Gemeinderat einstimmig beschlossen, am Feuerwehrhaus in der Lärchenstraße.
Neuer Wertstoffhof
Wasser wird abgedreht
 Es hat einen Wasserrohrbruch im Bereich der Josef-Sell- und Bahnhofstraße gegeben, wie Bürgermeister Josef Heckl am Freitag mitgeteilt hat – als der Schaden entdeckt …
Wasser wird abgedreht
Tennishalle: Es muss so bleiben, wie es ist
Das Areal der FTG-Tennishalle an der Schmiedstraße muss in den nächsten zwei Jahren so bleiben, wie es ist. Der Stadtrat hat jetzt eine dafür notwendige …
Tennishalle: Es muss so bleiben, wie es ist

Kommentare