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Prozess

Diesel-Skandal: Olchinger gewinnt vor Gericht gegen VW

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Es hatte sich schon abgezeichnet, nun herrscht Gewissheit: Der Olchinger Thomas Jäger hat in Sachen Diesel-Skandal in erster Instanz gegen den Automobilkonzern VW gewonnen.

Olching –  Das Regensburger Landgericht fällte das Urteil zu seinen Gunsten. Die Verkündung hatte sich allerdings erheblich verzögert – erst war sie für den 12. November angesetzt worden. Die Richter sind derzeit sehr beschäftigt, unter anderem wegen des Korruptionsskandals rund um den Regensburger Oberbürgermeister.

Unklar ist allerdings noch, ob Volkswagen den Passat bei voller Kaufpreiserstattung (und ohne Verschleiß-Gebühr) zurücknimmt, so wie es vor Kurzem auch das Landgericht Augsburg in einem richtungsweisenden Urteil entschieden hat, oder in die zweite Instanz geht. Was wiederum die Schadensersatzzahlung verzögern würde.

„Ich vermute, dass es in die zweite Instanz geht“, so Jäger. In Geduld musste sich der Olchinger schon länger üben. Immer wieder wurden Verhandlungen verschoben. „VW setzt da schon auch auf eine Verzögerungstaktik.“

Der Automobilkonzern hat etliche Klagen am Hals, seit 2015 bekannt wurde, dass die Software bei den Dieselfahrzeugen manipuliert wurde, sodass die Abgaswerte zumindest vermeintlich den vorgeschriebenen Normen entsprechen.

Allein das Landgericht Regensburg war Ende vergangenen Jahres mit 800 Fällen wie dem von Thomas Jäger befasst. Es gibt da auch eine zeitliche Komponente: Um kein Problem mit der Verjährung zu bekommen, haben viele Anwälte die Klagen noch vor Ablauf des vergangenen Jahres hinausgeschickt. Außerdem beurteilen Rechtsschutzversicherungen die Erfolgsaussichten seit dem Augsburger Urteil besser – weshalb sich mehr VW-Besitzer trauen, zu klagen.

Der Olchinger hatte sich beim Kauf seines Wagens im Jahr 2013 darauf verlassen, dass er mit der Euro-5-Plakette (Euro 6 gab es noch nicht) das Beste in Sachen Verbrauch und Verträglichkeit am Markt erhalte. Das stellt sich nun anders dar. Lassen Autobesitzer die Schummelsoftware nicht updaten, droht spätestens bei der Hauptuntersuchung die Stilllegung. Außerdem drohen Fahrverbote in Städten.  gar

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