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St. Peter und Paul

Olchinger Kirchturmuhren ticken anders

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Olching - In Olching gehen die Uhren anders – zumindest am Kirchturm von St. Peter und Paul. Aller vier Uhren zeigen unterschiedliche Zeiten an. Doch das soll sich nun ändern.

Wie spät ist es denn? Diese einfache Frage kann zu Verwirrung führen – zumindest, wenn man rund um den Nöscherplatz unterwegs ist. Denn die vier Uhren am Kirchturm von St. Peter und Paul ticken alle anders.

„Die eine geht einige Minuten vor, die andere einige Minuten nach“, sagt CSU-Stadträtin Maria Hartl. Die korrekte Zeit würden alle Uhren nie gemeinsam anzeigen. Und das stört Hartl und ihren Fraktionskollegen Josef Neumeier. Deshalb haben sie einen entsprechenden Antrag im Stadtrat gestellt, die Zifferblätter zu restaurieren.

Doch nicht nur die falsch gehenden Zeiger sind den beiden CSU-Politikern ein Dorn im Auge. Auch der Zahn der Zeit nagt an den Uhren. An manchen Stellen blättert die Farbe ab, Risse tun sich auf und manche der römischen Ziffern kann man kaum noch lesen. „Das gehört einfach gemacht“, sagt Hartl.

Ziffernblätter sind in die Jahre gekommen

Die Olchingerin beobachtet die Kirchturmuhren bereits seit längerem. Wie alt die Zifferblätter sind, weiß sie nicht. „Die sind aber schon dran seit ich denken kann“, sagt sie. Im vergangenen Jahr hoffte Hartl, dass sich etwas ändert. Da wurden Reparturarbeiten am Turm durchgeführt. „Doch das Gerüst wurde wieder abgebaut.“ Bis dato ist nichts passiert. Allerdings liegt der Kirchenverwaltung bereits die denkmalrechtliche Erlaubnis zur Restaurierung der Uhr vor.

Die Gesamtkosten werden laut Hartl rund 15 000 Euro betragen. Maximal die Hälfte davon werde vom Erzbischöflichen Ordinariat getragen. Die Pfarrgemeinde müsste demnach den Rest von 7500 Euro stemmen. „Und das ist zu viel“, so Hartl. Schließlich liege eine funktionierende und ansehnliche Kirchturmuhr im öffentlichen Interesse. „Der Blick zur Kirchturmuhr hat nichts mit der religiösen Einstellung zu tun, die Kirchturmuhr nach allen vier Himmelsrichtungen ist vielmehr eine öffentliche Uhr“, ist Hartl überzeugt. Deshalb fordern sie und Neumeier nun, dass die Stadt ihren Teil zur Restaurierung beiträgt.

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