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Aus dem Gerichtssaal 

Olchinger muss wegen Betrügereien ins Gefängnis

Ein 29-jähriger Olchinger kann es offenbar nicht lassen. Er musste sich wegen diverser Betrügereien vor dem Brucker Amtsgericht verantworten. 

Olching – Der Mann ist dort kein Unbekannter: 2014 saß er bereits wegen übler Abzocke mehrere Monate hinter Gittern. Zwei offene Bewährungen lasteten bereits auf ihm. Doch er wurde erneut straffällig – dafür gab es nun die Quittung. Der Richter schickte ihn erneut ins Gefängnis – ohne Bewährung.

2016 hatte der Olchinger über Ebay Kleinanzeigen so manches feilgeboten. Im Januar verkaufte er einen Abgaskrümmer für 130 Euro, im April folgte ein iPhone für knapp 85 Euro, wenige Wochen später ein Motorblock für 550 Euro und im August Alufelgen für 185 Euro. In allen Fällen hatte er zwar Geld für seine Verkäufe erhalten, hatte die Waren den zahlenden Interessenten aber nicht geliefert.

Zudem war er im Herbst vergangenen Jahres zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er im Oktober 2016 für den Verkauf von Felgenzierringen zwar 50 Euro kassierte, die bestellte Ware aber ebenfalls nicht geliefert hatte.

Er habe die Übersicht über seine Verkäufe verloren, rechtfertigte sich der 29-Jährige nun vor dem Richter. Doch der Richter bezweifelte dies. Das Geschäft vom Januar „spricht Bände“, hielt er dem Olchinger entgegen. Denn den Abgaskrümmer hatte der 29-Jährige sogar zweimal an den Mann gebracht.

Der Verteidiger des Olchingers machte sich für eine Bewährungsstrafe stark, denn sein Mandant sei seit Herbst 2016 nicht wieder straffällig geworden und er habe bereits einen Teil seines Schadens, den er angerichtet hatte, wieder beglichen. Und der Olchinger selber versicherte: „Ich habe letztes Jahr begonnen, mein Leben aufzuräumen“. Er habe seine finanziellen Probleme mit Hilfe der Schuldnerberatung geordnet und habe Arbeit.

Doch die Staatsanwältin stellte klar, der 29-Jährige habe bereits viele Chancen zur Rehabilitation bekommen und nicht genutzt. Bei zwei offenen Bewährungen, davon einer einschlägigen, sei „klar, was folgt“, nämlich eine Gefängnisstrafe. Sie beantragte ein Jahr, der Richter blieb hart. Neben den Betrügereien ist der Olchinger auch noch diverse Male beim Schwarzfahren erwischt worden. (sus)

Unter Einbeziehung zweier Vorverurteilungen wurde der 29-Jährige Olchinger jetzt vom Brucker Amtsgericht wegen Betrugs in vier und Fahrens ohne Fahrschein in neun Fällen zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem sollen 633 Euro, die der Angeklagte seinen Opfern schuldet, bei ihm eingezogen werden.  sus

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