Bernhard Reisinger demonstriert seinen Erfindung. Sie soll den Autofahrer besser vor blendendem Sonnenlicht schützen. 	fotos: SchwarzbAuer
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Bernhard Reisinger demonstriert seinen Erfindung. Sie soll den Autofahrer besser vor blendendem Sonnenlicht schützen.

Tiefstehende Sonne

Olchinger Tüftler macht das Fahren sicherer

  • Andreas Schwarzbauer
    vonAndreas Schwarzbauer
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Weil ihn die tief stehende Sonne beim Autofahren oft blendete, suchte Bernhard Reisinger nach einer Lösung für dieses Problem. Er hat sie nach ein wenig Tüfteln gefunden.

Olching – Immer wieder hatte Bernhard Reisinger das Problem, dass ihm im Frühjahr und im Herbst die tief stehende Sonne beim Autofahren mitten ins Gesicht strahlte. Die Sonnenblende, die in seinem Wagen angebracht ist, war dabei keine große Hilfe. „Es bleibt immer eine Lücke bis zum Innenspiegel frei. Ich verstehe nicht, warum die Hersteller die Blende nicht einfach breiter machen. Die Blendwirkung ist oft brutal, es ist wirklich gefährlich.“ Schon mehrmals habe er von Unfällen deshalb gelesen. „Gerade auf der A 8 kracht es morgens und abends immer wieder“, sagt der Olchinger.

Die Sonnenblende kann mit Hilfe einer Schiene einfach und problemlos verlängert werden. 

Reisinger beschloss deshalb, selbst eine Verlängerung zu basteln. „Ich bin Bautechniker. Deshalb habe ich erst einmal einen Plan gemacht“, sagt der 71-Jährige. Im Baumarkt kaufte er dann eine leichte Kunststoffplatte und schnitt auf die Größe der Sonnenblende zu. Anschließend steckte er seine Verlängerung in zwei Schienen, die er zuvor oben und unten an seiner Sonnenblende festgeklebt hatte. Bei Bedarf kann er sie nun einfach herausziehen.

„Es ist ganz einfach und hilft super.“ Das Material habe nicht einmal zehn Euro gekostet. Der ADAC hat seine Verlängerung begutachtet und hält sie für unbedenklich. Allerdings dürfe dadurch keinesfalls die Sicht eingeschränkt und beispielsweise der Rückspiegel verdeckt werden.

Reisinger hat inzwischen weitergetüftelt. Denn seine Frau kritisierte, dass sich durch die Verlängerung der Schminkspiegel, der auf vielen Sonnenblenden angebracht ist, nicht mehr so einfach öffnen lasse. Durch die untere Schiene könne der Beifahrer die Abdeckung des Schminkspiegels nicht mehr vernünftig greifen. Reisinger hat dort deshalb eine kleine Einsparung gelassen. Verkaufen will der 71-Jährige seine Sonnenblenden-Verlängerung nicht, aber gerne gibt er seine Bastelanleitung an Interessierte weiter.

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