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Olchinger wurmt die Lage auf den Straßen

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Schlaglöcher
Beispielfoto © dpa / Oliver Berg

Etliche Plätze blieben frei bei der Bürgerversammlung in der Kulturwerkstatt am Olchinger Mühlbach (KOM). Die Besucher nutzten jedoch die Gelegenheit, Bürgermeister Andreas Magg (SPD) ihre Anliegen darzulegen. Vieles drehte sich um die Situation auf den Straßen.

Olching –  Konrad Stanzl schilderte einen für ihn dramatischen Vorfall: In der engen Bahnunterführung in Richtung Schwaigfeld standen zwei Autos quasi Motorhaube an Motorhaube. Einer fuhr schließlich rückwärts – wo sich Stanzl mit seinem kleinen Sohn im Fahrradanhänger aufhielt. „Nur mit viel Glück ist kein Unfall passiert.“ Die Stelle sei sehr gefährlich. Stanzl stellte einen Antrag, Alternativen zu prüfen.

„Das Thema ist älter als ich“, entgegnete Magg (40). Es sei eine absolut schwierige Verkehrssituation. Aber man könne die Unterführung nicht verbreitern. Er erklärte, dass die Stadt gerade an Fahrradstraßen tüftelt. Für Fußgänger aus dem Norden, die zum Bahnhof wollen, hätten die Baupläne für das Bahnhofsareal (Paulusgrube) zukünftig einen attraktiveren Weg vorgesehen, als den durch die Unterführung.

Einer, der sich darüber nicht freuen kann, ist Thomas Jäger. Er gehört zu den Anwohnern der Feldstraße, die bereits öffentliche Kritik an den Paulusgruben-Plänen geäußert hatten. Sie fürchten eine noch stärkere Verkehrsbelastung durch die massive Bebauung. „Es gibt ja angeblich ein Verkehrsgutachten. Es wäre schön, wenn das endlich mal öffentlich gemacht würde.“ Die Anwohner würden zudem erheblich unter dem Transitverkehr zum bislang einzigen Wertstoffhof der Stadt in der Johann-G.-Gutenberg-Straße leiden. Jäger: „Wir sind die Grünabfall- und Sperrmüll-Autobahn.“

Magg erklärte, dass das Gutachten quasi fertig sei. Es werde aber erst dem Stadtrat präsentiert. Dies soll noch im Herbst geschehen. Dann sollen auch Erkenntnisse vorliegen, ob das Schwaigfeld einen eigenen Wertstoffhof bekommt – möglicherweise sogar inklusive einer 400-Meter-Laufbahn. Gegenüber diesem neuen Standort an der Feursstraße (von der Hauptstraße kommend hinter dem Minigolfplatz) herrschte allerdings ebenfalls Skepsis wegen der Verkehrssituation. Magg sagte, dass das natürlich geregelt werden müsste.

Sehr unzufrieden äußerten sich Bürger hinsichtlich stark beschädigter Straßen. Im vorderen Teil der Heckenstraße würden sich riesengroße Löcher befinden. „Geht gar nicht mit Einkäufen auf dem Rad“, sagte eine Frau. Der Bürgermeister befand, dass die Straßen weder in einem übermäßig schlechten noch guten Zustand seien. Für die schlimmsten Buckelpisten (etwa Münchnerstraße) sei die Stadt nicht zuständig. Die Heckenstraße soll überprüft werden. 

Einige Wortmeldungen zur Auswahl

Michael Kircher: Als Vertreter des Behinderten-Beirats frage ich mich: Werden die Bordsteinkanten in der Hauptstraße abgesenkt? 

Georg Steer: Ich habe mich gewundert, warum am Alten Friedhof auf dem Gehweg entlang der Mauer Grassamen gesät wurden.

Georg Smolinski: Ich finde, das Rathaus soll endlich in einer hellen Farbe gestrichen werden. Es schaut wirklich fürchterlich aus.

Das entgegnete der Bürgermeister

Die barrierefreie Hauptstraße stehe nicht vorne auf der Agenda. Zunächst sei ein Ringschluss des Fernwärmenetzes (Feursstraße/Fritzstraße) geplant. Außerdem besitzt die Stadt nicht alle Grundstücke in dem Bereich. 

Grüne Wege gehören zum Konzept der Neugestaltung des Alten Friedhofs und seien selbst für Rollatoren geeignet. „Besser als der Riesel“, so Magg. 

Und das Rathaus? Bleibt grau. 

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