Trophäe mit Biss: Tim Wunderer mit Goldtrophäe und Goldmedaille.

Speedway

Olchings jüngster Weltmeister

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Olching - Olchings jüngster Weltmeister ist eigentlich gar kein Olchinger. Denn Tim Wunderer lebt in Griesbeckerzell. Doch den größten Teil seines Sportlerlebens verbringt der 15-Jährige auf der Speedwaypiste des MSC Olching.

Eine Woche nachdem sein großes Vorbild – der lokale Speedway-Hero Martin Smolinski – in Torun bei der Best-Pair-Serie Vierter geworden war, erlebte die nach Polen angereiste nächste PS-Generation ihr blaues Wunder. Und zwar in Person von Tim Wunderer, der bei der sogenannten Youth Gold Trophy, der inoffiziellen Weltmeisterschaft in der Klasse bis 125 Kubikzentimeter, den Platz ganz oben auf dem Siegertreppchen eroberte.

Seit sein Vater einmal mit dem ehemaligen Olchinger Top-Piloten Andreas Schapfl ein Rennen besucht hat, ist die ganze Wunderer-Familie vom Speedway-Fieber gepackt. Tobias, der kleine Bruder von Tim, ist auch schon ganz schön schnell.

Bereits vor einem Jahr durfte sich Tim Wunderer deutscher Meister nennen. Nun setzte er sich in Torun die WM-Krone auf. MSC-Präsident Stefan Lochner gerät noch immer ins Schwärmen: „Ein Wahnsinnsrennen in einem fantastischen Stadion.“ Vier von fünf Vorläufen hatte Wunderer gewonnen, das Halbfinale somit locker gepackt. Und auch beim finalen Auftritt legte der Nachwuchsstar aus dem 1300-Seelen-Ort Griesbeckerzell im Landkreis Aichach-Friedberg einen Blitzstart auf die Piste, lag bereits nach der ersten Kurve in Führung und gab diese bis zum Ziel nicht mehr ab.

Für Wunderer war es das letzte Rennen auf der kleinen Maschine. Künftig wird er auf der doppelt so wuchtigen 250er-Klasse am Start sein. Dass er sich nicht verstecken muss, bewies er schon am Tag nach seinem Triumph in der weitaus anspruchsvolleren Kategorie. Bei seinem zweiten WM-Auftritt in Torun wurde der 15-Jährige auf einer von Smolinski geliehenen Langbahn-Maschine auf Anhieb Achter. Nur die Ex-Olchingerin Celina Liebmann aus Passau war als Fünfte noch weiter vorn platziert und als einziges Mädchen beste Deutsche.

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