Andreas Roth hat bereits als Barkeeper im Cantina gearbeitet. 

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Nach Cantina-Schließung: Das plant der neue Pächter

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Das Cantina in Olching, eines der beliebtesten Lokale im Landkreis, ist seit einem Monat geschlossen. Nun steht fest, wer die Gastronomie übernehmen wird: Andreas Roth (31) aus Puchheim. Er will in Zukunft dem Essen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Olching – Der erfahrene Gastronom Andreas Roth wird ab Mai das ehemalige Cantina als Chef führen. Der neue Name lautet: Cantina y Bar. Welches Konzept dem 31-Jährigen für das einstige Kultlokal vorschwebt und welche Neuerungen er ansonsten plant, verrät er im Interview.

-Sie haben bereits langjährige Erfahrung im Gastronomie-Gewerbe. Was waren Ihre Stationen?

Ich bin gelernter System-Gastronom, war aber bereits in vielen Berufen tätig. Einige Zeit habe ich als Franchise-Pächter gearbeitet und war auch im Park Café in München beschäftigt. In den vergangenen zwei Jahren habe ich in Schwabing ein Restaurant geleitet. Das habe ich Ende März geschlossen, um mich ganz auf die Arbeit im Cantina zu konzentrieren. Dort habe ich bereits über ein Jahr als Barkeeper gearbeitet.

-Was hat Sie denn aus München weggelockt, wo Sie sogar schon ein eigenes Restaurant hatten?

Mir war der Weg nach Schwabing auf Dauer einfach zu weit. Ich wohne im Augenblick mit meiner drei Jahre jüngeren Lebensgefährtin Jasmin Sprenger in Puchheim.

Außerdem wollten wir beide etwas zusammen auf die Beine stellen. Im eigenen Landkreis. Als ich gehört habe, dass das Cantina in Olching frei wird, waren wir gleich Feuer und Flamme.

-Wieso haben Sie den Zuschlag erhalten?

Da ich schon selbst im Cantina gearbeitet habe, hatte ich noch Kontakt zum Personal. Die Mitarbeiter haben mir gesagt, dass die vorherige Pächterin aufhören will. Also habe ich mich bei der Brauerei beworben. Soweit ich weiß, gab es mehrere Interessenten. Mein Konzept hat anscheinend am meisten überzeugt.

-Wie sieht Ihr Konzept für das Cantina aus?

Es wird nicht so viel Neues geben. Der Name Cantina zum Beispiel bleibt ja eigentlich bestehen. Es kommt nur noch ein „y Bar“ dazu, was einfach auf Spanisch „und Bar“ heißt. Ansonsten will ich das rustikale Aussehen beibehalten. Es soll immer noch eine Cocktailbar bleiben. Doch ich will mehr Aufmerksamkeit auf das Essen legen. Ich möchte Burger und Mexican Food auf hohem Niveau anbieten, das heißt auch mit Produkten von hoher Qualität zu arbeiten – im Idealfall aus der Region.

-Es wird gerade renoviert. Was tut sich in den alten Cantina-Mauern?

Wir sind gerade dabei, das gesamte Erdgeschoss zu renovieren. Vom Boden bis zur Decke wird alles überarbeitet. Auch die Sanitärräume werden gerade neu gemacht. Für den Sommer ist angedacht, die Fassade zu erneuern. Der obere Saal soll im Herbst angegangen werden. Er soll zukünftig viel häufiger als Veranstaltungssaal für Hochzeiten, Events oder Feiern genutzt werden. Auch die Volksbühne Olching findet weiterhin ihren Platz bei uns. Sie werden die Bühne selbst nach ihren Vorstellungen umbauen. Es ist also noch eine Menge zu tun bis zur Eröffnung.

-Wann können sich die Gäste von alldem selbst überzeugen?

Die Eröffnung findet in einer Woche statt, also am Freitag, 4. Mai, ab 18 Uhr. Jeder ist willkommen, Reservierungen gibt es nicht. Außerdem habe ich ein paar Specials geplant. Was genau, wird noch nicht verraten. Ich freue mich, dass der Großteil der alten Belegschaft wieder dabei ist. Das gesamte Küchenteam wurde übernommen und ein Großteil der Servicekräfte wird ebenfalls weitermachen.

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