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Manch einer musste bis zu einer halben Stunde auf sein Bier warten: Gäste im Zelt auf dem Olchinger Volksfest. 

Olching

Problem im Bierzelt beim Volksfest: Zapfen dauert zu lang

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Zehn Tage Olchinger Volksfest sind vorbei, und die Bilanz fällt alles in allem sehr positiv aus: Es war eine familienfreundliche und friedliche Veranstaltung – und das, obwohl es beim Bier laut Festwirt ein Problem gab. Da soll nun nachjustiert werden.

Olching – Bis zu einer halben Stunde habe es teilweise gedauert, bis die durstigen Gäste im Festzelt endlich eine kühle Mass Bier in den Händen hielten. „Das geht natürlich nicht“, sagt der Freisinger Festwirt Andreas Widmann. Er erklärt, dass die Biere der Maisacher und Olchinger Brauereien schlecht gelaufen seien. Nicht im Verkauf, ganz im Gegenteil – aber durch den Zapfhahn. Das hätte den Ausschank sehr verzögert. „Ein technisches Problem, das im nächsten Jahr behoben werden sollte“, so Widmann.

Getränke-Angebot zu breit

Als problematisch habe sich außerdem die Getränkekarte erwiesen. Die Auswahl ist laut Widmann sehr groß für eine Veranstaltung in dieser Dimension. Es gibt viele verschiedene Biervarianten, alkoholfrei, dunkel, hell, gemixt. „Wir hatten einen Tisch mit 20 Gästen, die 17 verschiedene Getränke bestellt haben.“ Das halte die Bedienungen auf, die ein bis zwei Minuten pro Tisch summieren sich schnell auf eine halbe Stunde. Manche Gäste wurden so auf eine Geduldsprobe gestellt. Und zwar ohne Ausnahme.

„Da musste selbst der Bürgermeister warten“, erzählt Andreas Magg (SPD). Er will sich mit allen Beteiligten zusammensetzen und die „Kleinigkeiten“ durchgehen, die noch verbessert werden müssen. Dazu zählt er eben die Schwierigkeiten beim Ausschank, aber auch das Servicepersonal. „Da wollen wir besser werden“, sagt Magg. Ausdrücklich gelobt wurde wieder das Essen. Allein beim Seniorentag seien 2150 halbe Hendl in wenigen Stunden rausgegangen, und das habe wunderbar geklappt.

Familienfest mit Wickeltisch

Ansonsten gibt es eigentlich nichts zu meckern. Magg betont: „Es war ein wunderbares Familienfest.“ Das Wetter war wie bestellt, nur am Speedway-Donnerstag wurde es nass. Etwas schade, da dieser Tag zu den umsatzstärksten gehöre. Viele gehen nach dem Rennen (mit Lokal-Matador Martin Smolinski) auf den benachbarten Volksfestplatz. Trotzdem: Die Besucherzahlen in diesem Jahr dürften ähnlich gut wie 2018 gewesen sein, so der Eindruck von Festwirt und auch Bürgermeister Magg. Die genaue Auswertung läuft allerdings noch.

Der Rathauschef, selbst Familienvater, hat auch eine Neuheit gleich selbst mit seinem kleinen Töchterchen ausprobiert: den Wickeltisch auf der Herrentoilette. Der hat die Volksfesttage entgegen anfänglicher Befürchtungen völlig unbeschadet überstanden. „Eine tolle Idee“, findet Magg. Eltern können diese Möglichkeit weiterhin auch bei anderen Veranstaltungen nutzen.

Die Cocktailbar

Ob die Cocktailbar im nächsten Jahr wieder das Weißbierkarussell ersetzen wird, steht allerdings noch nicht fest. Laut Magg wird das jedes Jahr neu ausgeschrieben. Die Bar sei seines Erachtens aber sehr gut angenommen worden. Und die Erfahrung zeige wieder: „Man sollte sich eine Veränderung erst einmal anschauen, bevor man darüber urteilt“, so Magg. Dennoch sei auch denkbar, dass man das von manchen sehnlichst vermisste Weißbierkarussell zurückhole oder vielleicht sogar beides anbiete – sollte es der Platz zulassen. Derzeit seien das aber noch Luftschlösser.

Wenig zu tun hatten Rettungsdienst und Polizei – nur am Samstagabend kam es zu mehreren Schlägereien. Ein Polizist wurde dabei verletzt. Ansonsten war es ein „sehr friedliches Volksfest“, so der Olchinger Polizei-Vize Winfried Naßl.

Im sozialen Netzwerk Facebook kursierten Gerüchte darüber, dass einige Volksfestgäste über Schwindel und andere Symptome klagten. Der Polizei ist allerdings kein Vorfall bekannt, bei dem jemand Opfer von K.o.-Tropfen oder Ähnlichem geworden ist.

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