Friedhof in Olching.
+
Friedhof in Olching.

Olching

Profis helfen Bauhofmitarbeitern bei der Pflege der Friedhöfe

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
    schließen

Im Zuge der Gebührenerhöhung für die Friedhöfe kam immer wieder ein Punkt auf: Manche Stadtratsmitglieder attestierten ein „mangelhaft“ bei der Pflege der Anlagen. Das soll sich ändern: Rathausmitarbeiter Martin Pichlmeier stellte dem Olchinger Bauausschuss ein Konzept vor, das die Pflege nachhaltig verbessern soll. Im Haushalt sind dafür 52 000 Euro vorgesehen.

Olching - Pichlmeier rechnete vor, dass es eigentlich um die 7000 Arbeitsstunden für die Friedhöfe bräuchte, geleistet werden könnten von drei Bauhofmitarbeitern aber lediglich um die 5000. Dem soll nun auf mehreren Ebenen entgegengesteuert werden.

So könnte es kurzfristig zu kostenintensiveren Maßnahmen kommen, die aber langfristig einen geringeren Pflegeaufwand garantieren würden. Als Beispiel werden Auslichtungsarbeiten genannt oder das Zusammenfassen von kleinteiligen Grünflächen. „Wir legen die Flächen so an, dass wir den Pflegeaufwand mit dem vorhandenen Personal besser bewältigen können“, so Pichlmeier.

Außerdem soll vermehrt auf Fachunternehmen zugegriffen werden. Dafür seien rund 1200 Arbeitsstunden vorgesehen. Zum Aufgabenbereich gehören hier die Pflege der Wege und Staudenflächen sowie Neupflanzungen am südlichen Teil des Alten Friedhofs mit pflegeleichtem Kleingehölz und Stauden. Der Bauhof soll sich künftig auf die Bereitstellung von Spezialgeräten und die Baumpflege konzentrieren.

Für einige Verwunderung sorgte die Leistungsaufstellung für die Friedhöfe bei CSU-Stadtratsmitglied Helmut Dellinger. Er nannte Beispiele. „Ich lese hier, Tonnen reinigen, 1540 Stunden, 49 550 Euro. Wurden da die Tonnen von ganz Olching gereinigt? Meines Wissens gibt es am Friedhof nur um die 50.“ Ihm sei schleierhaft, wie dieser Aufwand und diese Kosten entstünden. „Ich habe mich erkundigt und eine Firma gefunden, die die Tonnen für zwölf Euro pro Stück reinigt.“

Pichlmeier erklärte, dass die Müllentleerung per Hand gemacht werde, zweimal pro Woche. „Es ist eine Arbeitskraft, die sich rein rechnerische das ganze Jahr damit befasst.“ Dellinger entgegnete, dass es da eindeutig Klärungsbedarf gäbe. Und: „Wir werden im Rechnungsprüfungsausschuss noch einmal auf Sie zukommen.“

Der Ausschuss sprach sich aber mehrheitlich für das neue Konzept aus. Nur die Grünen stimmten dagegen. Heide Kuckelkorn kritisierte neben ökologischen Gesichtspunkten: „Ich lese hier ständig Baumfällungen. Der Parkfriedhof lebt davon, dass er viele Bäume hat. Und in einem heißen Sommer sind wir um jeden Schatten froh. Die Zahl der Hitzetoten ist nicht unerheblich.“  gar

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare