Am Feierabend: Erst Arzteinsatz, dann Stau bei der S-Bahn 

Am Feierabend: Erst Arzteinsatz, dann Stau bei der S-Bahn 
Martin Smolinski (l.), hier im Duell mit Karl Brad, war nach dem Rennabbruch in Pocking stinksauer. tb-foto

Regen-Abbruch ärgert Spitzenfahrer

Olching/Pocking – Zehn Läufe waren beim DMV-Länderkampf in Pocking gefahren, als der große Regen kam. Die Veranstalter brachen das Rennen ab – sehr zum Ärger von Olchings Speedway-Ass Martin Smolinski.

Nach dem Regen gab es unzählige Gespräche und Beratschlagungen im Fahrerlager sowie Fans, die auf der Tribüne ausharrten und hofften, für das bezahlte Eintrittsgeld noch ein paar Rennläufe zu sehen. Unter den Fahrern gab es welche, die gerne weiter gefahren wären und unter den widrigen Umständen versucht hätten, den Zuschauern noch einige Läufe zu bieten. Und es gab Fahrer, die auf schnellstem Wege die Heimreise antreten wollten.

Dass das Rennen letzten Endes abgebrochen wurde, brachte Martin Smolinski, der nichts unversucht ließ und auch selbst wieder auf den Bahndiensttraktor aufstieg, auf die Palme: „Wie soll das weiter gehen mit unserem geliebtem Sport? Speedway war noch nie ein sauberer Sport, aber sobald ein kleiner Regenschauer kommt, haben alle die Hosen voll. Der Verein macht sich viel Mühe und ein paar Mann aus diversen Nationen machen den Sport kaputt. Nur gemeinsam kann der Sport am Leben bleiben. Ich bin zwar noch nicht der Älteste, aber in den ,Good old days’ waren noch Männer am Startband und keine Schönwetterfahrer.“

Auch das allgemeine Chaos und zu viele Diskussionen nervten den deutschen Spitzenfahrer. Er fand entsprechend deftige Worte: „Es fehlt an Offiziellen mit Eiern in der Hose, die sagen: So wird’s gemacht und nicht 20 Leute die da mitreden wollen. Wer nicht ans Startband rollen will, bekommt halt auch kein Geld.“

Ein vollgepacktes Rennwochenende hat Martin Smolinski vor der Brust. Am kommenden Freitag und Samstagabend wird der Olchinger beim UGT-Grasbahnrennen in Hertingen ans Startband rollen und gleich zwei Rennen bestreiten. Am Freitagabend findet auf der so eigenen Grasbahn, auf der die Fahrer in der Startkurven bergauf und in der Zielkurve bergab fahren, das Finale der deutschen Langbahnmeisterschaft statt. Tags drauf startet der Bayer dann auch noch beim internationalen offenen Grasbahnrennen. „Ich will am Samstag als frischgebackener deutscher Meister ins Rennen gehen“, erklärt Martin Smolinski, der den dritten Meistertitel auf der Langbahn anpeilt, „Hertingen ist eine spezielle Bahn, die aber auch mächtig viel Spaß macht. Es wird auf gute Starts ankommen und eine gute Linienwahl. Wenn man dann in der Zielkurve auch noch bergab fährt, wird auch noch eine gehörige Portion Mut dazugehören, aber da hab’ ich keine Angst.“

Nach Hertingen wird Martin Smolinski von einer der südlichsten Rennstrecken Deutschlands in den hohen Norden reisen und auf einer der schnellsten Grasbahnen der Welt in Rastede bei einem internationalen Rennen an den Start gehen.

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