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Beim Tag der offenen Tür durften Jung und Alt ein paar Probeschüsse abgeben.

Vereinsheim-Eröffnung gefeiert

Bei den Schützen darf jeder mal abdrücken

Olching - Am Samstag lud die Schützengesellschaft Gemütlichkeit Olching geladene Gäste zur Einweihungsfeier, am Sonntag gab’s einen Tag der offenen Tür obendrauf. Viele junge und ältere Olchinger sahen sich das neue Vereinsheim an und durften unter Aufsicht auch ein paar Probeschüsse am Schießstand abgeben.

Bei der Eröffnung des Vereinsheims (v.l.): Schützenmeisterin Gabi Wörmann, Architekt Jakob Stainer und Vize-Bürgermeister Robert Meier.

Zur offiziellen Feier waren am Samstagabend laut Schützenmeisterin Gabi Wörmann 125 Gäste gekommen. Neben Vertretern zahlreicher Ortsvereine, darunter natürlich Kollegen der fünf anderen Schützenvereine des Stadtgebiets, kamen auch einige Stadträte samt Vize-Bürgermeister Robert Meier, die Pfarrer Josef Steindlmüller und Harald Sauer sowie Diakon Josef Rauffer.

Am Sonntag war von 13 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür im neuen Schützenheim. Rentnerin Christine ist, wie sie betont, Ureinwohnerin Olchings. Sie habe vor 50 Jahren einmal bei einem Gauditurnier drei Schüsse abgegeben, heute will sie es mal wieder probieren. „Jessas, das wackelt aber“, meint sie, als sie durchs Zielfernrohr des Lasergewehrs schaut. Jugendtrainerin Lisa Kunz gibt ihr ein paar Tipps, zeigt ihr zum Beispiel, wie sich hinstellen muss. Kurz danach kann die 64-Jährige stolz verkünden: „Ich habe viermal getroffen, vier von fünf Schuss.“

Auch die neun Jahre alte Selini aus München will das Lichtgewehr mal ausprobieren und hat hernach genauso viele Treffer wie die 64-jährige Olchingerin. „Das hat schon Spaß gemacht“, erzählt das Mächen ihren Großeltern. Die meinen: „Selini kennt das schon vom Olchinger Volksfest und von der Wiesn, da trifft sie auch recht gut.“ Gut, dass derartige Vergleiche kein Verantwortlicher vom Verein gehört hat. Denn dass der hochmoderne Schießstand mit einer Volksfest-Schießbude verglichen wird – wer weiß, was da die Schützen dazu gesagt hätten?

Ein paar Schießstände weiter schaut Peter Pullwitt, wie es um sein Zielwasser bestellt ist. Der 44-Jährige ist direkter Nachbar des neuen Vereinsheims, wohnt seit einigen Jahren im Schwaigfeld. „Ich wurde persönlich und per Flyer zum Tag der offenen Tür eingeladen und habe meine beiden Söhne mitgebracht“, erzählt er.

Obwohl er keinem Schützenverein angehört, ist er quasi Profi, denn er war acht Jahre bei der Bundeswehr. Doch: „Ob Luftgewehr oder Luftpistole: Das ist schon ganz etwas anders“, sagt er. „Im Vergleich zum G3-Gewehr haben die einen ganz lockeren Druckpunkt.“ Den modernen Schießstand der Olchinger Schützen findet er sehr ansprechend. „Ich habe früher noch old school auf Papierscheiben geschossen“, sinniert er.

Flo Wissel (26) ist vor kurzem wieder dem Verein beigetreten, schießt aber derzeit nicht auf Wettkämpfen im Ligabetrieb, obwohl er früher sogar im Oberbayern-Kader der Pistolenschützen mit dabei war. „Das neue Heim war ein Schritt in die richtige Richtung“, meint er. Seit er wieder Mitglied ist, hat er beobachtet: „Die Jugendarbeit wird bei der Schützengesellschaft Gemütlichkeit großgeschrieben und ist wirklich vorbildlich – es ist einfach ein zukunftsorientierter Verein, da bin ich gerne wieder mit dabei.“

von Angi Kiener

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