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Das erste Gruppenfoto: Mitglieder von Olchings erstem Madlverein. Insgesamt sind es 23.

Was die Burschen können...

Sie sind Olchings erster Madlverein - und haben viel vor

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Die Olchinger Madln haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen und starten nun voll durch. Das hat auch einen bestimmten Grund. 

Olching – Tamara Weiss und ihre Freundin Andrea Kölner saßen bei einem spontanen Abendessen zusammen, als sie auf die Idee kamen: ein Madlverein, das wär’s. Wenn es schon keine Burschenschaft gibt, dann doch wenigstens einen Madlverein. Gesagt, getan. 

Die beiden kontaktierten alle ihnen bekannten, unverheirateten Freundinnen per Smartphone und der erste Olchinger Madlverein war geboren. Weiss wurde die Vorsitzende. Heute, ein paar Monate später, sind es 23 Frauen. Und der Verein wächst weiter.

Ein Aufnahmekriterium: Frau muss sich beim Ausgehen benehmen

„Die Nachfrage ist hoch und wir bekommen sehr viel positives Feedback“, sagt Sophia Zey vom Vorstand. Die Aufnahmekriterien schildert sie so: „Die Mädels müssen unverheiratet sein und sich beim Weggehen benehmen.“ Die Frauen besuchen auch gemeinsam die örtlichen Feste. Einmal im Monat gibt es außerdem einen Stammtisch in der Ratsstuben.

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Bei den Mitgliedern kommt das an. „Ich bin hier, um etwas zu unternehmen und neue Leute kennenzulernen“, sagt etwa Anja Sammer. Auch Kollegin Sophia Sirtl ist die Gemeinschaft wichtig: „Davor haben wir uns vielleicht manchmal beim Feiern gesehen und uns mehr schlecht als recht Hallo gesagt. Jetzt sind wir richtige Freundinnen geworden.“ Es ist ein Verein, um Anschluss zu finden, hat auch Kassenvorsteherin Bärbel Kilian festgestellt: „Mädels aus dem Landkreis, die nicht so viele Freunde haben oder einfach noch niemanden kennen, finden hier sofort einen Zugang.“ Und kommen vielleicht auf Veranstaltungen mit, auf die sie sich alleine nicht trauen.

Haben alles im Griff: (v.l.) Tamara Weiss, Sophia Zey und Stefanie Kästner vom Vorstand des ersten Olchinger Madlvereins.

Die Mitglieder sollen Gaudi haben – und Kontakte knüpfen. Zum Beispiel zu anderen Vereinen, auch über Olching hinaus. „Es gibt viele Madlvereine und Burschenschaften in der Gegend“, sagt Tamara Weiss. „Und wir arbeiten alle zusammen und helfen uns gegenseitig.“ Die einen halten einen Tisch frei, die anderen helfen beim Plakate Anbringen. Konkurrenz ist da Fehlanzeige.

Die Mädels wollen außerdem Traditionen bewahren

Klammer fürs Dirndl mit dem Vereinsnamen.

Den Mädels liegt eine Sache am Herzen: Traditionen zu bewahren. „Olching ist ein Ort, der so schnell wächst, und trotzdem kennen viele der Zugezogenen keine bayerischen Traditionen oder ihre Bedeutung“, erklärt Sophia Zey. Sie wollen diese erhalten, aber auch hinterfragen. Zum Beispiel, warum eigentlich ein Maibaum aufgestellt wird. Im Moment steckt der Madlverein noch in den Kinderschuhen, doch motivierter könnten die Mitglieder nicht sein: „Wir freuen uns schon auf unsere erste eigene Veranstaltung“, sagt Stefanie Kästner, ebenfalls Vorstandsmitglied. Das soll ein Sommerfest oder ein gemeinsamer Ausflug werden. Doch zuvor müssen noch einheitliche Dirndl her. Marineblau und dunkelrot versteht sich, ganz in den Farben des jungen Vereins.

Kontakt

Kontakt: per Instagram (@olchinger_madlverein) oder per E-Mail an die Adresse olchingermv@gmail.com. Der Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf 60 Euro pro Jahr. Hier geht es zur Facebookseite. 

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