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Es war nicht sein bester Tag: Martin Smolinski war bei der EM-Challenge zu langsam unterwegs.

Speedway

Smolinski driftet an EM-Ticket vorbei

Olching – Damit haben selbst die größten Pessimisten nicht gerechnet: Lokalmatador Martin Smolinski schaffte es gestern nicht, das Ticket für die EM-Endrunde zu lösen

Nach fünf Rennen beim EM-Challenge fehlte dem 31-Jährigen Speedwayfahrer ein mageres Pünktchen, um ins Stechen um Platz sieben, der zur EM-Teilnahme gereicht hätte, zu gelangen. „Ich war heute nicht gut genug“, sagte Smolinski. „Die Fahrer hatten heute alle ihre Schwierigkeiten. Ich war aber einfach nicht schnell genug.“

In den vergangenen Jahren war Smolinski zur EM stets mit einer Wildcard beschenkt worden. Darauf kann der Olchinger nun wieder hoffen. „Am Montag wird entschieden, wer die Wildcard erhält. Chancen habe ich immer, weil ich gut bin und einen guten Namen habe“, hofft er durchs Hintertürchen in die EM-Finalrunde zurutschen.

Eigentlich hatte in Olching gestern alles gepasst. Herrlicher Sonnenschein lockte gut 4000 Zuschauer ins Speedway-Stadion. Die 16 Fahrer der europäischen Elite lieferten sich spannende Zweikämpfe und Rennen. Nur, dass am Ende die polnische und nicht die deutsche Nationalhymne erklang, das störte die vielen Smolinski-Fans.

„Das Event ist eine tolle Werbung für die Stadt“, meinte dann auch Bürgermeister Andreas Magg, Smolinski fahre nicht gegen die Nachwuchsfahrer aus dem Hinterland, ahnte Olchings Vize Robert Meier nach vier absolvierten Rennen, dass es eng werden würde für Smolinski. Auch Egenhofens Bürgermeister und Motorradfan Josef Nefele meinte nach Smolinski viertem Rennen: „Wenn er jetzt nicht mal ganz vorne landet und drei Punkte macht, dann wird‘s für ihn nicht langen.“

Die regionalen Polit-Promis sollten leider Recht behalten. Schon bei seinem Auftakt-Rennen machte sich unter den Smolinski-Anhängern Enttäuschung breit. Vierter Platz, null Punkte, schlechter konnte es nicht beginnen. Bei seinem zweiten Start arbeitete sich der Olchinger auf Platz zwei vor. Doch schon im dritten Lauf reichte es nur zum dritten Platz und einen Punkt. Nach drei Rennen führte der Däne Andersen mit acht Punkten das Feld vor dem Polen Kasprzak mit sieben Punkten an. Und auch in den beiden letzten Rennen fuhr Smolinski nicht einmal als erster über die Ziellinie.

MSC-Präsident Stefan Lochner war dennoch hochzufrieden mit dem Event. „Auch wenn Smolinski sich nicht qualifiziert hat für die EM-Finalrunde. Er hat gezeigt, dass er mithalten kann. Hier ist die europäische Spitze am Start gewesen, das darf man nicht vergessen. Der Heimvorteil für Smolinski kommt bei der Qualität der Fahrer nicht so zum Tragen. Ansonsten war das heute eine gelungene Veranstaltung. Gott sei Dank gab es nur kleine Stürze ohne schlimme Verletzungen.“

Die sieben Fahrer haben sich für die vier EM-Finalrennen qualifiziert: 1. Krzysztof Kasprzak (Polen), 2. Leon Madsen (Dänemark), 3. Jonas Kylmakorpi ((Schweden), 4. Przemyslaw Pawlicki (Polen), 5. Hans Andersen (Dänemark), 6. Peter Ljung (Schweden), 7. Anders Thomsen (Dänemark).

von Dieter Metzler

Speedway in Olching: die Fotos

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