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Für die Serie „Hindafing“ hat der Bayerische Rundfunk auch im Olchinger Rathaus gedreht. Deshalb luden 3. Bürgermeister Fritz Botzenhardt und die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Julia Henderichs (oben) die Mitarbeiter der Stadt zum Public Viewing ins KOM ein. Auf einer Leinwand wurden die ersten beiden Folgen übertragen. Bei Popcorn und Sekt verfolgten die Angestellten die Aufzeichnung. Sie erkannten ihr Rathaus und einzelne Zimmer. Immer wieder riefen einige der Zuschauer dazwischen, wenn sie sich sicher waren, einen Raum genau identifiziert zu haben. 

Serien-Start

So finden die Olchinger Hindafing

Das Olchinger Rathaus wird berühmt: Denn dort wurden Teile der Fernsehserie „Hindafing“ gedreht, die nun im Bayerischen Rundfunk (BR) startete. Für den Serien-Beginn interessierten sich natürlich auch die Olchinger.

Olching Die Mitarbeiter der Stadt waren besonders gespannt auf die ersten zwei Folgen. Deshalb trafen sie sich im KOM, um sich die Ausstrahlung gemeinsam beim Public Viewing anzusehen und über die chaotischen Zustände in dem fiktiven Örtchen Hindafing (irgendwo im Hinterland von Ingolstadt) zu lachen. Dazu hatten 3. Bürgermeister Fritz Botzenhardt und die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Julia Henderichs, eingeladen.

Und es sieht so aus, als würde Olching bekannt werden. Denn die Quote war überdurchschnittlich hoch. Natürlich hatten auch die ungefähr 50 Rathausangestellten ihren Teil dazu beigetragen. Sie hatten sichtlich Spaß und erkannten ihr Rathaus wieder, in dem das Filmteam im Sommer 2016 mehrere Tage lang gedreht hatte.

Der Serien-Bürgermeister und Hauptprotagonist Alfons Zischl (Maximilian Brückner) sitzt in der Inszenierung im Büro des Olchinger Ordnungsamtschefs Christian Richter. Der hatte seinen Platz für den Dreh geräumt. „Ich musste eine Woche lang umziehen und immer, wenn ich aus meinem Ersatzbüro kam, herrschte da ein wildes Treiben. Man glaubt gar nicht, wie viele Leute an solchen Dreharbeiten beteiligt sind“, sagte Richter an dem Abend und lachte. Außerdem wurde im Sitzungssaal, in einigen kleineren Büros und in den alten Zellen im Keller gefilmt. Denn auch die Polizeistation von Hindafing wurde ins Olchinger Rathaus verlegt.

In der Serie geht es nämlich kriminell zu. Der Bürgermeister der Gemeinde Hindafing hat einige Probleme. Er hat Schulden, doch sein verstorbener Vater hat ihm nichts hinterlassen. Der Großmetzger des Ortes, der Präsident des Fußballvereins und der Landrat erpressen ihn, um ihre Interessen durchzusetzen. Dazu kommen noch Drogen- und Eheprobleme – und die Misere ist komplett.

Fritz Botzenhardt – der von der ersten Folge sehr begeistert war – sieht trotz ausgedachter Handlung einige Parallelen zum realen Politikleben. „Man muss sich doch nur mal anschauen, was in Regensburg passiert ist. Da gab es ja diesen Schmiergeldskandal, ähnlich wie in Hindafing.“

Doch so mafiöse Verstrickungen wie in der Serie gibt es in Olching nicht, bekräftigt der 3. Bürgermeister: „Bei uns im Stadtrat geht es eigentlich immer sehr harmonisch zu. Wir finden meist gute Kompromisse.“ Dass jedoch Vereine und Interessensvertreter immer wieder versuchen, ihre Projekte in den Vordergrund zu rücken, kennt Botzenhardt auch. „Wir haben 120 Vereine in Olching, und jeder fordert seinen Anteil im Stadtrat, und natürlich ist auch Fußball immer ein wichtiges Thema hier in Bayern.“

Auf die Frage, warum denn ausgerechnet in Olching gedreht wurde, sagt Botzenhardt: „Sie suchten wohl ein neutral aussehendes Rathaus, und unser schicker 1970er-Jahre-Bau hat da gut gepasst.“ (tel)

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