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Auch Fenster sollen saniert werden.

Olching

Die Stadt saniert nach und nach ihre Wohnanlagen

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An Gebäuden nagt der Zahn der Zeit. Die Stadt hat deswegen im Bauausschuss eine Reihenfolge festgelegt, nach der drei städtische Wohnanlagen saniert werden.

Olching –  Begonnen wird nach einstimmigem Beschluss mit der Wohnanlage an der Josef-Tauschek-Straße 6-8. Dies geschieht vor allem wegen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, die aus einer Sonder-Rücklage von rund 1,3 Millionen Euro entnommen werden. Davon werden laut Bauamtsleiter Markus Brunnhuber rund 480 000 Euro auf die Modernisierungsarbeiten an der Josef-Tauschek-Straße entfallen.

Zwar soll grundsätzlich versucht werden, dass die Bewohner so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, doch bereits in der Sitzungsvorlage baute man möglichen Behinderungen vor: „Eine Ausführung in bewohntem Zustand ist nach Auffassung des Bauamtes nicht umsetzbar.“

Es sei mindestens ein Teilleerstand übereinanderliegender Wohnungen erforderlich. Die Bauarbeiten sollen laut Bauamt 2021 durchgeführt werden.

Josef Neumeier (CSU) erinnerte in der Sitzung daran, dass seine Fraktion die Sanierung bereits seit langem angemahnt hätte. „Es ist wichtig, dass wir unsere Gebäude in Schuss halten“, sagte Neumeier. Dem stimmte Finanzreferent Fritz Botzenhardt (SPD) zu: „Es ist ein guter Weg, endlich anzufangen.“

Fassaden und Fenster

Bei der 1955 errichteten Wohnanlage an der Josef-Tauschek-Straße müssen unter anderem Fassaden und Fenster modernisiert, die Wärmedämmung angepasst und die Dachdeckung instandgesetzt werden. Mit 320 000 Euro ist das der finanziell gewichtigste Block. Gleichwohl werden auch die Freianlagen und die Hauseingänge auf den neuesten Stand gebracht. Darunter fallen Überdachung, Briefkästen und Fahrradabstellmöglichkeiten.

An der Josef-Tauschek-Straße sind dies nicht die ersten Maßnahmen. Eine Dachsanierung erfolgte 1990, die Solarthermie kam 2003, der Fernwärmeanschluss 2015.

Als zweites sind dann die Wohnanlagen an der Sudetenstraße 2-6 sowie 8-10 vorgesehen. Diese Gebäude sind 1954 und 1955 errichtet worden. Die Kostenschätzungen für ihre Modernisierung belaufen sich auf 895 000 beziehungsweise 631 000 Euro. Abgeschlossen werden sollen die Sanierungen der städtischen Wohnanlagen mit den 1965 gebauten Häusern an der Fürstenfeldbrucker Straße 55-57. Hier geht das Bauamt derzeit von Kosten von rund 693 000 Euro aus.

Wann die Maßnahmen bei diesen beiden Anlagen umgesetzt werden, ist noch unklar. „Wir müssen die finanziellen und personellen Ressourcen im Auge haben“, so Bauamtsleiter Brunnhuber gegenüber dem Tagblatt. In der Sitzung sei es darum gegangen, eine Reihung festzulegen.

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