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Stadt überrascht von Krebs-Verdacht in Polizeirevier

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Der Schadstoff-Verdacht in der Olchinger Polizeiinspektion hat offenbar auch den Vermieter – die Stadt – überrascht. Wie Bürgermeister Andreas Magg (SPD) in der jüngsten Stadtratssitzung mitteilte, sei er darüber nicht informiert gewesen.

Olching –  Dienststellenleiter Hartwin Lang hätte ihn zwar zwei Mal besucht. Dabei hätte er aber jedes Mal erklärt, dass der Zustand des Gebäudes in Ordnung sei. Andreas Magg betonte zudem: „Ich werde zu Spekulationen keine Auskunft geben.“

Zum Hintergrund: Im Olchinger Revier leiden zwei Mitarbeiter an einer besonders seltenen Form von Krebs. Da laut Polizei nicht auszuschließen sei, dass das Gebäude belastet ist, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Offenbar sollen im Laufe dieser Woche Schadstoffmessungen durchgeführt werden, die dann Aufschluss über das weitere Vorgehen geben werden. Auch Bürgermeister Andreas Magg will erst die Ergebnisse abwarten. „Immerhin könnte etwa auch das Mobiliar schuld sein“, erklärte Magg. Zum jetzigen Zeitpunkt sei ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Gebäude nur ein reiner Verdachtsmoment.

Ingrid Jaschke, Stadtratsmitglied und Fraktionsvorsitzende der Olchinger Grünen, hatte im Gremium angefragt, warum nichts über die möglichen Schadstoff-Emissionen bekannt gewesen sei. „Es ist doch eigentlich üblich, dass sich der Mieter an den Vermieter wendet“, sagte sie.

Öffentlich bekannt wurde die Sache durch Informationen des Gröbenzeller Grünen-Landtagsabgeordneten Martin Runge. Dieser hatte eigentlich zur kleinen Polizeireform Erkundigungen im zuständigen Ministerium eingeholt. Die Gröbenzeller und die Olchinger Polizeistationen sollen zusammengelegt werden. Die Beamten werden ab 2019 zunächst im Olchinger Polizeigebäude untergebracht. Dies soll als Provisorium dienen. Langfristig arbeitet das Polizeipräsidium an einem „hochmodernen Polizeigebäude“ im Bereich Olching/Gröbenzell.

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